Hanako Hayakawa: 遊戯 (Yugi) no.3 – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Hanako Hayakawa: 遊戯 (Yugi) no.3
Cuteness ist niemals unschuldig. Sie ist eine Inszenierung von Begehren, eine Geste des Überlebens und ein Schauplatz selbst zugefügter Gewalt.
In 遊戯 (Yugi) no.3 untersucht Hanako Hayakawa die politische Ästhetik von Cuteness in einer Gesellschaft, die vom Kampf um Aufmerksamkeit getrieben ist. Cuteness ist hier notwendige Performance und Überlebensstrategie zugleich.
Hayakawas Körper wird zu einem Ort, an dem Traditionslinien von Girlhood, von Mädchensein – von zeitgenössischen Manga und Anime über Madame Hanako, eine Figur des Japonismus, bis zur pädagogischen Tanzzeitschrift遊戯と唱歌 aus dem 20. Jahrhundert – als taktische Formen von Subjektivität neu gedacht werden. Durch die Steigerung von Begehren, Weichheit, Ambiguität und Bruch zeigt sich Girlhood nicht als feste Identität, sondern als Form der Performance, die sich bewohnen, stören und verwandeln lässt.
Cuteness wird hier zur gewaltvollen, subversiven und verspielten Taktik der Identität: Die Bedingungen, die sie erst notwendig machen, macht sie nun zum Ausgangspunkt für deren mögliche Auflösung.
Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).
Early Boarding
Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding.
Tickets
- Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
- Über den Online-Ticketshop
- An der Abendkasse
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.
Choreografie, Tanz: Hanako Hayakawa
Sounddesign: bela
Bewegungsrecherche im Dialog mit: Kidows Kim, Yasuko Yokoshi
Lichtdesign: Leticia Skrycky
Szenografie: Leticia Skrycky, Hanako Hayakawa
Recherche, Dramaturgie: Andrea Rodrigo
Kostümrecherche mit Stylist*in: Yuri Nosho
Künstlerische Produktionsleitung: Andrea Rodrigo
Projektmanagement, Administration: Laura Cecilia Nicolás
Eine Produktion von Hanako Hayakawa in Koproduktion mit Sophiensæle, Kaaitheater und BUDA Kortrijk. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von Dance Base Yokohama und Theaterhaus Berlin Mitte. Medienpartner: The Berliner, Missy Magazine, Siegessäule, taz, tip Berlin.
Hanako Hayakawa (geb. 1995 in Nagano) ist Tänzerin und Künstlerin und lebt in Berlin. Ausgehend von ihrer Erfahrung als Tänzerin und Dolmetscherin kreist ihre künstlerische Praxis um das Konzept des „medialen Körpers“: des Körpers, der sieht, und des Körpers, der gesehen wird. Mit diesem Blick macht sie Perspektiven und Beziehungsdynamiken innerhalb gesellschaftlicher Machtstrukturen sichtbar. Zu ihren wichtigsten Arbeiten zählt Lurker, das in Tokio (TOKAS, 2021), Antwerpen (DESINGEL, 2024), Berlin (Sophiensæle, 2025), London (YDP, 2026) und Kyoto (Kyoto Art Center, 2026) gezeigt wurde. Als Tänzerin arbeitete sie mit internationalen Künstler*innen wie Tino Sehgal, Leiko Ikemura, Benjamin Abel Meirhaeghe, Miet Warlop, Emmilou Rößling, Simon Van Schuylenbergh, Kazumichi Komatsu und Tetsuya Umeda zusammen.