After Europe

Oktober 09 - 13


Im Untergang Europas liegt das Versprechen, etwas Anderes werden zu können als wir heute sind.

Eine „Europadämmerung“ – wie zuletzt der bulgarische Denker Ivan Krastev den Niedergang der westlichen Moderne nannte – bedeutet nicht nur den Aufstieg illiberaler Demokratien oder nicht-westlicher, kapitalistischer Welt-mächte: Er bedeutet auch die Dekonstruktion unserer selbst. Zu sagen, Europa werde von seinen Rändern aufgefressen, heißt, dass das Wissen der Marginal-isierten von den Grenzen Europas in die Zentren gelangt. Wir verlernen die ideologischen Fiktionen der deutschen Geschichtsschreibung und sehen, dass der Kolonialismus nicht auf eine historische Zeit oder einen fernen Raum beschränkt ist: Er bildet das Fundament unseres heutigen Denkens und Handelns.

In Lectures, Performances und Installationen zelebrieren wir die dekoloniale Kritik mit Künstler_innen, die sich mit dem Zusammenhang von Moderne und Kolonialität auseinandersetzen. Sie korrumpieren die Kunst, indem sie den kolonialen Rahmen ihrer Ästhetik sprengen, und fordern eine Welt ein, in der keine privilegierten Weltanschauungen mehr herrschen.

 

Ein Festival der SOPHIENSÆLE. Das Festival wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. In Kooperation mit Diversity Arts Culture. Medienpartner: Ask Helmut, ExBerliner, Missy Magazine, taz. die tageszeitung, Zitty.

 
    sophiensaele sophiensaele