Das Ost-West-Ding

Oktober 15 - November 10

 

Performance, Tanz, Theater und Diskurs zu 30 Jahren „Ost-Erfahrung“.


30 Jahre Jammerossi, 30 Jahre Besserwessi. Gibt es das noch dieses „Ost-West-Ding“ und wenn nicht – warum reden dann noch alle drüber?
Einen ganzen Monat lang sprechen wir über Familien- und Kulturgeschichten, Marginalisierung und Hierarchien, über Brüche, Neuanfänge und vergessene Utopien. Im Jubiläumsherbst des Mauerfalls präsentieren wir künstlerische Auseinandersetzungen der dritten Generation Ost über die Folgen der sogenannten Wiedervereinigung sowie neue Perspektiven auf das deutsch-deutsche Spannungsfeld.

Neben den sechs Premierenproduktionen von Jule Flierl, Peggy Mädler + Daniela Dröscher, Tanja Krone, hannsjana, Caroline Creutzburg und Saša Asentić gibt es Gespräche und Salons für vielfältigen Austausch von Wissen und Erfahrungen: Peggy Piesche widmet sich mit ihren Gästen der Frage, wie sich migrantische Communities in Ost und West annäherten. Die Auswirkungen der Wende auf queere Communities nehmen Ernest Ah, Sabrina Sasse und Lee Stevens in den Fokus. Eine Sonderausgabe unserer Reihe Kiezkantine legt den Erfahrungshorizont Ost in der hyper-gentrifizierten Berliner Mitte der Spandauer Vorstadt frei. Kathrin Gottschalk und Manja Präkels machen den Status quo der Zivilgesellschaft im Osten zum Thema eines Panels, während es bei Kareth Schaffer und Rike Flämig um feministische Forderungen und Utopien geht, die im Einheitsjubel verloren gegangen sind. Dazu laden sie Tatjana Böhm, Samirah Kenawi, Katrin Hattenhauer und Gabriele Stötzer zu choreografischen Konversationen ein. Das Coming-of-Age und Coming-of-Gender in Sachsen-Anhalt steht im Mittelpunkt des Text- und Liederabends von Tucké Royale und Kaey. Und am 4. November, dem historischen Jubiläum der großen Demo auf dem Alexanderplatz 1989, laden Ferda Ataman und Jana Hensel zu einer großen Deutschlandgala als unversöhnliche Revue in unseren Festsaal ein!

U. a.  mit:  Peggy Piesche, Manja Präkels, Petra Köpping, Jana Hensel, Ferda Ataman, Naika Foroutan, Tucké Royale, Kaey, Katrin Gottschalk, Ulrike Fläming, Kareth Schaffer, Tatjana Böhm, Gabriele Stötzner, Samira Kenawi u.v.m.

 

Ein Festival der SOPHIENSÆLE. Das Festival wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundeszentrale für Politische Bildung. Medienpartner: taz. die tageszeitung, Zitty, Ask Helmut.

 
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