Kirsten Maar + Jenny Schrödl

Gender Talk

Ausgehend von kleineren Vorführungen, Filmen, Musikbeiträgen und Texten laden Expert_innen aus Performance, Tanz, Musik, Theater, Kunst und Wissenschaft zur zwanglosen und offenen Konversation mit dem Publikum. Zur Diskussion stehen ihre Vorstellungen und ihr Zugang zu aktuellen Genderthemen zwischen Fragen von Maskerade, Männlichkeit, #MeToo, #thefutureisfemale, queeren Objekten u.v.m.

 

Sheena McGrandles

shaping desire and sensation

Sheena McGrandles platziert Drag als eine Praxis, Begehren und Empfinden zu gestalten; dazu greift sie auf ältere Looks zurück und rahmt sie für den nächtlichen Salon neu. Zwischen harten und weichen Materialien, Stützen, Aufwärmübungen und schnellen Umzügen werden unsere sinnlichen und begehrenden Seiten allmählich herausgekitzelt.

 

Johannes Müller

Reading Salome und Queer Opera

Welche Fragen kommen in der Arbeit an Oper/Musiktheater auf - und welche werden von Oper zum Teil auch beantwortet? Johannes Müller spricht über das Altbackene der Oper, aber vor allem über die Momente, in denen Oper in Gender oder auch Race-Fragen ziemlich modern ist.

 

EIKE WITTROCK

QUEERE ZEITEN

Anlässlich der Eröffnung des Magnus Hirschfeld Instituts für Sexualwissenschaft in Berlin vor hundert Jahren gehen viele kulturelle Institutionen queer - man könnte also meinen, wir leben in wirklich queeren Zeiten. Aber was heißt es eigentlich für die Zeit, queer zu werden? Welche anderen Zeitlichkeiten von Performance werden möglich, wowohl in Bezug auf Programme als auch in Bezug zur Geschichte?


Jen Rosenblit

I’m Gonna Need Another One ist ein Monolog über die Dinge, die wir noch nicht wissen, eine ständige Kostprobe und Neuverkostung, ein Zurückgehen, eine kurze Pause: Jen Rosenblit wird sprachlich das Verschwinden oder die flüchtige Zeitlichkeit des Körpers verfolgen, vielleicht so nah wie möglich an eine Bedeutung heranrücken - wo die Abwesenheit so verwirrend, weitreichend und unermesslich ist wie die Konstrukte von Gender, die wir zu kennen glauben. Sinn ist etwas, woran sie interessiert, aber nicht gebunden ist. Man sollte schließlich bedenken, dass ein Tisch eine Person sein könnte, eine Sache eine Erinnerung und eine Fantasie sich in Form eines Wunsches nach mehr Stühlen manifestieren könnte. Sie meint nie nur eine Sache.

 

Gastgeber_innen: Kirsten Maar und Jenny Schrödl


Kirsten Maar ist seit 2018 Juniorprofessorin für Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Dramaturgin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen choreografische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen Choreografie, Architektur und Bildender Kunst sowie intersekttionale Diskurse und Kanonfragen.

 

Jenny Schrödl ist seit 2015 Juniorprofessorin für Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gegenwartstheater und Performancekunst am Institut für Theaterwissen-schaft der FU Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören: Gegenwartstheater und Performancekunst, Theorie und Ästhetik der Stimme, Gender/Queer Theorie und Performance, Paar- und Duokonstellationen in darstellenden und bildenden Künsten.



KONZEPT Kirsten Maar, Jenny Schrödl GÄSTE Sheena McGrandles, Johannes Müller, Jen Rosenblit, Eike Wittrock

 

Gefördert durch Gelder der leistungsorientierten Mittelvergabe für Frauenförderung und Gleichstellung am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin.



Diskussion


Aufführungen

2019
juni
22 
21:00 UHR


ORT
Kantine




Auf Englisch - In English















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