BULLYACHE: A Good Man is Hard to Find – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin

BULLYACHE: A Good Man is Hard to Find

Eine weite Bühnenansicht zeigt einen langen Tisch, mehrere Bürostühle und eine große Wand mit beschädigter Fläche im Hintergrund. Eine Person liegt am Boden links im Vordergrund, während zwei weitere Personen sich in schneller Bewegung durch den Raum bewegen und dadurch unscharf erscheinen. Das Licht ist kühl und verteilt sich über die Bühne.

Eine popkulturelle Kollision von Arbeiter*innenklasse und queerem Ausdruck: Das Duo BULLYACHE nutzt Vokabular aus Zirkus, Ballett, Akrobatik, Pop und TikTok für eine äußerst eigenwillige Variante zeitgenössischen Tanztheaters. „Wir sind Pina Bausch, verkleidet als Dua Lipa, und führen Alben als Theaterstücke auf“, sagen Courtney Deyn und Jacob Samuel über sich selbst.

Ihre neuste Arbeit A Good Man is Hard to Find feierte Premiere auf der Biennale in Venedig und ist inspiriert von der Finanzkrise 2008 und der Zeremonie Cremation of Care – einem jährlichen Ritual des privaten Clubs Bohemian Grove, bei dem Angehörige der globalen Elite symbolisch ihr Gewissen beerdigen. Die präzise Choreografie beschäftigt sich mit der absurden Welt des Finanzkapitalismus, mit Managertum und seinen Machtspielen, Hierarchien, toxischer Männlichkeit, Demütigungen, Austeritäts- und Sündenbockmechanismen. In einem düster-abgefuckten Szenario entwickelt sich eine Office Party am Ende der Welt: Neue Songs des Duos werden mit Schostakowitschs Kammersinfonie in c-Moll verschnitten – und elitäre Banker agieren ihre emotionale Verwüstung ohne Rücksicht auf Verluste aus, um sie schließlich in einem dramatischen Opferritual münden zu lassen, das einer griechischen Tragödie angemessen wäre.

Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).

Early Boarding

Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding.

Tickets

  • Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
  • Über den Online-Ticketshop
  • An der Abendkasse

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.

Co-Regie, Performance: Courtney Deyn
Co-Regie, Ton: Jacob Samuel
Performance: Sam Dilkes, Oscar Jinghu Li, Pierre Morrillon, Giacomo Luci, Frank Yang
Licht: Bianca Peruzzi
Mentorin: Katie Mitchell
Bühnenbild: Tor Studio
Art Direction: Sinisia
Kostüme: La Maskarade
Pyrotechnik: Alex Podger

Eine Produktion von BULLYACHE. Never Work – Internationales Performance-Festival ist ein Festival der Sophiensæle, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Die Sophiensæle werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Medienpartner: Berlin Art LinkMissy MagazineSiegessäuletaz.

BULLYACHE ist ein in London ansässiges Künstler*innenduo, das 2021 von Courtney Deyn und Jacob Samuel gegründet wurde. Sie choreografieren, inszenieren und komponieren Eigenwerke, die Live-Musik, präzise Choreografie und theatralisches Spektakel miteinander verbinden. Sie bewegen sich an der Schnittstelle von Tanz, Klang und visueller Kultur und schaffen Performances, die als in Echtzeit inszenierte „Live-Musikvideos“ fungieren.

Sie haben drei abendfüllende Werke geschaffen – TOM, Who Hurt You? und A Good Man Is Hard to Find –, die international getourt sind. Neben ihrer Performance-Praxis bieten sie zugängliche Tanzkurse für LGBTQIA+- und Arbeiter*innen-Gemeinschaften an, an denen im vergangenen Jahr über 2000 Menschen teilgenommen haben. BULLYACHE hatten Artist-in-Residence-Stellen am Barbican, im Studio Wayne McGregor und bei Britten Pears Arts inne und kreierten Performances für Abbey Road, Warp Records und die Paris Fashion Week.

  • Eine weite Bühnenansicht zeigt einen langen Tisch, mehrere Bürostühle und eine große Wand mit beschädigter Fläche im Hintergrund. Eine Person liegt am Boden links im Vordergrund, während zwei weitere Personen sich in schneller Bewegung durch den Raum bewegen und dadurch unscharf erscheinen. Das Licht ist kühl und verteilt sich über die Bühne.
    © BULLYACHE
  • Mehrere Personen knien auf einem langen Tisch und lehnen sich nach vorne, ihre Münder geöffnet, als würden sie rufen oder atmen. Am rechten Bühnenrand steht eine weitere Person in einem hellen zweiteiligen Outfit und hält einen Eimer in der Hand. Die Szene ist dunkel, mit gezieltem Licht auf die Figuren.
    © Andrea Avezzù, Courtesy La Biennale di Venezia
  • Zwei Personen tanzen auf der Bühne, eine Person stützt die andere in einer zurückgelehnten Position, während sie sich gemeinsam bewegen. Beide tragen dunkle Kleidung, der Raum ist spärlich beleuchtet, mit einem langen Tisch und Bürostühlen im Hintergrund.
    © Andrea Avezzù, Courtesy La Biennale di Venezia
  • Zwei Personen in dunklen Anzügen stehen auf einer Bühne neben einer dritten Person, die rückwärts über den Boden gebeugt ist, den Oberkörper entblößt. Eine der stehenden Personen hält ein Glas in der Hand. Im Hintergrund stehen Bürostühle und ein Tisch, die Szene ist kühl und gedämpft beleuchtet.
    © Andrea Avezzù, Courtesy La Biennale di Venezia
  • Fünf Personen stehen nebeneinander auf einem langen Tisch auf einer Bühne und halten nummerierte Schilder vor ihre Körper. Sie tragen ähnliche, verschmutzt wirkende Hemden und dunkle Hosen, ihre Gesichter sind teilweise weiß geschminkt. Über ihnen hängen mehrere Leuchtstoffröhren, hinter ihnen bildet eine große dunkle Öffnung in einer Wand den Hintergrund.
    © Andrea Avezzù, Courtesy La Biennale di Venezia
  • Eine nackte Person liegt seitlich auf dem Bühnenboden, den Körper eingerollt und den Kopf auf dem Arm ruhend. In der Nähe liegen abgelegte Kleidungsstücke. Der Raum ist dunkel, nur ein gerichtetes Licht beleuchtet die Person und den Boden.
    © Andrea Avezzù, Courtesy La Biennale di Venezia