Aesthetics of Access: Audiodeskription – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin

Aesthetics of Access: Audiodeskription

Annika Jakobs ist eine weiße, nicht sichtbar behinderte Frau um die 30. Sie hat blonde, kinnlange Haare und lächelt freundlich.

Wie lässt sich Tanz aus blinder und sehbehinderter Perspektive gestalten? Wie können Bewegung, Klang und Sprache so kombiniert werden, , dass Tanz für unterschiedliche Wahrnehmungsweisen zugänglich wird? Und was braucht es dafür?

Der Workshop Aesthetics of Access: Audiodeskription versteht Zugänglichkeit als künstlerische, kollektive und strukturelle Praxis und beschäftigt sich mit der Frage, wie künstlerische Prozesse aus Perspektiven von blinden und sehbehinderten Menschen heraus entstehen können. Ausgehend von Ansätzen der Aesthetics of Access erkunden die Teilnehmenden gemeinsam unterschiedliche Möglichkeiten, Tanz und Performance nicht nachträglich zugänglich zu gestalten, sondern von Beginn an als und mit blinden und sehbehinderten Tänzer*innen,  Performer*innen, Chereograf*innen, Audiobeschreiber*innen, Dramaturg*innen und Vermittler*innen zu gestalten.  Audiodeskription dient dabei als eine Methode unter vielen, um über Wahrnehmung,  Zugang und Vielsinnlichkeit nachzudenken.

Der Workshop wird von der sehbehinderten Access-Dramaturgin Annika Jakobs geleitet. Er vermittelt mit theoretischen Inputs und kleinen praktischen Übungen einen Einstieg in das Thema: Was bedeutet Aesthetics of Access in Bezug auf blinde und sehbehinderte Ausdrucksformen und Wahrnehmungsstile? Wie können Produktionsprozesse zugänglich für blinde und sehbehinderte Künstler*innen gestaltet werden? Wie kann Vielsinnlichkeit im Tanz als ästhetisches Mittel genutzt werden - und welche Rolle spielen Sprache und Beschreibung dabei? Was braucht es auf struktureller Ebene, um Zugänglichkeit für blinde und sehbehinderte Menschen mitzudenken?  Außerdem gibt es eine kurze Vorstellung des Netzwerks Making a Difference.

Im Anschluss können alle gemeinsam die Vorstellung mit Audiodeskription A Good Man is Hard to Find  von BULLYACHE an den Sophiensælen im Rahmen des Internationalen Performancefestivals Never Work besuchen.

Workshop und Vorstellungsbesuch sind kostenlos. Der Workshop richtet sich an  blinde, sehbehinderte und sehende Teilnehmende zwischen 16 und 27 Jahren  Es ist keine Vorerfahrung notwendig.

Der Workshop findet im Rahmen der Workshopreihe speaking dance von Future Move e.V. in Kooperation mit den Sophiensælen und dem Netzwerk Making a Difference statt. 

Zur Anmeldung geht es hier.

Die Anmeldung ist auch per Mail unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder telefonisch unter 030 278900 35 möglich.

Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. 

Dauer

  • 3 Stunden mit 2 Pausen 

Sprache

  • Deutsche Lautsprache
  • Der Workshop ist in Standardsprache und nutzt zum Teil englischsprachige oder akademische Begriffe, die erklärt werden. Rückfragen sind jederzeit möglich

Abholservice

  • Bei Bedarf bieten wir einen Abholservice für blinde und sehbehinderte Personen von den nahegelegenen S- und Tram-Stationen an. Diese sind S-Bahn Hackescher Markt, die U-Bahn Weinmeisterstraße oder die Tramstation Weinmeisterstraße/Gipsstraße. Um den Abholservice in Anspruch zu nehmen, kontaktiert uns bitte innerhalb unserer Geschäftszeiten (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr) unter 030 27 89 00 35 oder barrierefreiheit@sophiensaele.com.
  • Mehr Informationen zu Abholservice an den Sophiensaelen findet ihr hier.

Licht

  • Es ist durchgängig Tageslicht im Raum sowie eine eher helle Lichtstimmung

Sonstiges

  • Jede Form der Aufmerksamkeit ist willkommen. Bewegung im Raum ist auch während der theoretischen Einheiten möglich.
  • Die Teilnahme an den praktischen Einheiten ist freiwillig. Die praktischen Einheiten können zum Teil aus konsensbasiertem Körperkontakt bestehen, es gibt aber immer auch andere Varianten.
  • Es gibt eine Assistenzperson, die bei der Orientierung unterstützen kann.

Raum

  • Bewegung im Raum ist willkommen, aber nicht erforderlich
  • Es gibt Stühle mit Lehne sowie Sitzsäcke und Sitzkissen
  • Es gibt ein taktiles Leitsystem im Workshopraum, das auch zu den Toiletten und zum Ruheraum führt.
  • Der Workshopraum kann jederzeit verlassen werden und wieder betreten werden 

Anmeldung

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.

Workshopleitung: Annika Jakobs
Mit: Juli Reinartz (Making A Difference),
Bahar Meriç (Future Move e.V.)

Das Projekt speaking dance wird gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung. Never Work – Internationales Performance-Festival ist ein Festival der Sophiensæle, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Die Sophiensæle werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Medienpartner: Berlin Art LinkMissy MagazineSiegessäuletaz.

Annika Jakobs (sie/ihr), weiß, cis, gesetzlich blind, studierte Angewandte Theaterwissenschaft und Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis. Sie arbeitete an Stadt- und Staatstheatern und war zuletzt im Büro für Teilhabe und Utopien am Theater der Jungen Welt Leipzig tätig. Als Access-Dramaturgin und -Beraterin ist sie in unterschiedlichen künstlerischen Kontexten und für Festivals tätig. Neben der diskriminierungskritischen Befragung von Strukturen und Prozessen in Kulturinstitutionen liegt der Schwerpunkt ihres Interesses auf dem Potential von Zugänglichkeit als Kunstform, dem Empowerment unterschiedlicher Wahrnehmungsstile und der machtsensiblen Umsetzung von Audiodeskription.

Annika Jakobs ist eine weiße, nicht sichtbar behinderte Frau um die 30. Sie hat blonde, kinnlange Haare und lächelt freundlich.
Annika Jakobs

Mit dem Abspielen des Inhalts stimme ich der Datenschutzerklärung von Soundcloud und damit auch der Übertragung von Daten in die USA zu.