markus&markustheaterkollektiv: Die Brieffreundschaft II – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
markus&markustheaterkollektiv: Die Brieffreundschaft II
Wie mit denen umgehen, die Gewaltverbrechen begangen haben? Eine zentrale Frage, die die Verwundungen unserer Gesellschaft offenlegt. Wie werden zukünftige Generationen auf unser heutiges Bestrafen blicken?
Recap. Im Jahr 2021 feierte Die Brieffreundschaft Premiere in den Sophiensælen. markus&markustheaterkollektiv bauten Brieffreundschaften auf – zu vier wegen Mordes lebenslang inhaftierten Frauen. Die Briefwechsel waren das einzige Mittel für die gemeinsame Erarbeitung der Inszenierung und zugleich zentrales Stilelement. Die meistgestellte Frage nach den Aufführungen ist „Schreibt ihr euren Brieffreundinnen jetzt immer noch Briefe?“ Ja.
Seit 2021 hat sich vieles verändert: in der Welt, im Strafsystem – und in den Leben der Menschen, die sich damals auf ein ungewöhnliches Experiment eingelassen haben. In Die Brieffreundschaft II wird sichtbar, was in fünf unsichtbaren Jahren im Gefängnis passiert. Was sind fünf Jahre für ein Zeitmaß, wenn der Horizont lebenslänglich ist? Während für uns seitdem 1.825 Tage vergangen sind – steht auf ihrem jährlichen Schreiben, wie viele Tage die Brieffreundinnen bis zur Freilassung bereits abgesessen haben, damals wie heute: 0. Und wie viele Tage es noch bis zur Freilassung sind: death.
Wer Amber, Lisa Jo, Maureen und April schon kennt, erkennt sie wieder – und alle anderen lernen sie neu kennen. Wie in jeder neuen Staffel kommt auch hier eine neue Person dazu: Olivia. Sie stellt die Frage: Seid ihr schonmal nach ein, zwei Drinks ins Auto gestiegen und dann nach Hause gefahren? Und seid ihr dann sicher dort angekommen?
I didn’t.
Einfach gesagt
markus&markustheaterkollektiv schreiben seit 2021 Briefe an Frauen, die wegen Mordes lebenslang im Gefängnis sind. Die Brieffreundschaft II fragt: Was ist in fünf Jahren passiert? Und wie sollte eine Gesellschaft mit ihnen umgehen?
Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).
Early Boarding
Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding.
Tickets
- Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
- Über den Online-Ticketshop
- An der Abendkasse
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.
Konzept und Umsetzung: Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Markus Schäfer, Markus Schmans
Bühne: Konstanze Grotkopp, CassidyAndTheKid (2021)
Lichtdesign: Anahí Pérez, Rio Theis
Stimmen: Marie Jordan, Ronja Losert, Laura Naumann
Zeichnungen: Rosanna Merklin
Vermittlung: Daria Bertram
Dank an: Amber, April, Lisa-Jo, Maureen, Olivia
Eine Produktion von markus&markus theaterkollektiv in Koproduktion mit Sophiensæle. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, MWK Niedersachsen, Stiftung Niedersachsen, Friedrich Weinhagen Stiftung. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Markus Schäfer und Markus Schmans arbeiten seit 2012 als markus&markustheaterkollektiv zusammen. Ihre Arbeiten zeichnen sich aus durch eine intensive Recherche, deren Ergebnis eingefangen auf der Videoebene einen elementaren Baustein der Inszenierungen bildet. Sie sprechen nicht über ein Thema, sondern aus ihm heraus. Es kommen Menschen zu Wort, die das jeweilige Thema unmittelbar betrifft: Ihre Protagonist*innen. Für ihre Arbeit wurden sie mit dem George Tabori Förderpreis und dem Preis des Best-Off-Festivals der Stiftung Niedersachsen ausgezeichnet.