Enad Marouf In My Hand a Word

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Tanz/Performance
Dezember 09 10 | 20.00 Uhr
Dezember 10 | 17.00 Uhr
Dezember 11 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal
15/10 €

PREMIERE

auf Englisch

Es gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Ausgenommen davon sind Besucher*innen, denen aus gesundheitlichen/körperlichen Gründen das Tragen einer FFP2 Maske nicht möglich ist, sowie Besucher*innen, die in Gebärdensprache kommunizieren.

Für den syrisch-deutschen Performance- und Videokünstlers Enad Marouf stehen Körper und Text im Mittelpunkt. Seine Arbeiten folgen einer eigenen poetischen Sprache der koexistierenden Medien: eine Zeitlichkeit, die Grenzen von Tanz, Sprache, Video und Installationen aufbricht.

Die Performance In My Hand a Word basiert auf Maroufs Text mit dem gleichnamigen Titel. Dieser folgt einer Figur, die ihre Hände betrachten. Je länger sie auf ihre Hände blickt, desto mehr verlieren sie ihre Bedeutung. Die Hand wird in diesem Text nicht nur als Metapher genutzt, sondern auch als Verkörperung der eigenen Identität. Ihr Bedeutungsverlust ist genauso traurig wie befreiend, da nun neuer Sinn (re)konstruiert werden kann. Es entsteht eine Dualität von Verlust und Wiederherstellung.

In seiner szenischen Adaption des Textes rückt Marouf Verlust aus einer queeren Perspektive in den Mittelpunkt: den Verlust von Familie, Heimat und Beziehungen, aber auch den Verlust von Bedeutung und Sprache. Das Publikum betritt einen Ort, an dem sich Fragmente von Bewegung, Sprache und Musik überlagern. Dieser Ort entspricht fragmentierten Erinnerungen Maroufs an Damaskus. Hier bewegen sich zwei Figuren durch Szenen, deren innerer Zusammenhang durch Erinnerungen, Anekdoten und assoziativen Bezügen immer weiter aufgelöst wird. Für das Publikum entsteht daraus eine Freiheit, sich mit der eigenen Zeitlichkeit, persönlichen Erfahrungen und Empfindungen auseinanderzusetzen.

Wenn aus den folgenden Informationen Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gern an Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern.

Allgemeines: Die Aufführung dauert ca. 50 Minuten und verwendet wenig Sprache. Ein Gedicht wird auf Englisch gesprochen. Auf der Bühne werden Verdunkelungen, blendende Übergänge und verblassendes Licht, laute Töne und Nebel eingesetzt. Das Publikum wird an einer Stelle geblendet.

Publikumsbereich: Die Lichtsituation im Zuschauerraum ist eher dunkel. Der Zuschauerbereich auf der Tribüne ist bestuhlt. Es gibt zwei Rollstuhlplätze und zwei Sitzsäcke, die je nach Verfügbarkeit reserviert oder im Online-Ticketshop oder an der Abendkasse erworben werden können.

Anfahrt: Aufgrund des Weihnachtsmarktes in der Sophienstraße sind die Sophiensaele am 10. und 11. Dezember nicht mit dem Auto anfahrbar.

Early Boarding: Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding. Dies ist der früher Einlass für alle Menschen (insbesondere mit sichtbaren oder nicht-sichtbaren Behinderungen), die einen bestimmten Sitzplatz oder einen entspannteren Einlass wünschen. Das Early Boarding beginnt in der Regel 10-20 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Der Treffpunkt ist neben der Bar. Fünf Minuten bevor das Early Boarding beginnt, macht eine Durchsage vor Ort noch einmal darauf aufmerksam. Unser Abendpersonal hilft Ihnen gerne beim Finden des Treffpunktes.

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie außerdem hier. 

ENAD MAROUF ist ein syrisch-deutscher Performance- und Videokünstler, der in Berlin lebt. In seiner Arbeit stehen Körper und Text im Mittelpunkt, wobei er Video, Tanz, Sprache und Installation als Poetik und Artikulation von Zeitlichkeiten, die unsere Körperlichkeit und die Art und Weise, wie wir die Welt um uns herum erzählen, beeinflussen. Er absolvierte seinen Master in Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen/Frankfurt. Seine Soloarbeiten und Kollaborationen wurden u. a. auf der Athen Biennale, Kunstenfestivaldesarts Brüssel, Sophiensæle Berlin, Centre culturel Francais de Damas, Babel Beirut, Tate Modern London, Art Institute of Chicago, Shedhalle Zürich gezeigt.

KONZEPT, CHOREOGRAFIE, TEXT Enad Marouf PERFORMANCE VON UND MIT Ewa Dziarnowska, Steph Quinci MUSIK Billy Bultheel INSTALLATION SKULPTUREN Enad Marouf ARCHITEKTONISCHE BETREUUNG, HERSTELLUNG Jim Scully KOSTÜME Grzegorz Matlag Licht Jacqueline Sobiszewski PRODUKTIONSLEITUNG Florian Greß 

Eine Produktion von Enad Marouf in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR und durch die Berliner Senatsverwaltung Kultur und Europa. Medienpartner: taz, die tageszeitung.

Programm
Heute | 20:00 Uhr
Tomi Paasonen
Pas de Q
Tomi Paasonen-final-15
Dezember 03 | 20.00 Uhr
Dezember 04 | 18.00 Uhr
Tickets
Tanz
Festsaal | 15/10 €

Pas de Q dringt in die klassische Ballettwelt ein, um choreografische Formen und Traditionen auf den Kopf zu stellen und neu zu erfinden. Ein queeres Ensemble aus männlichen und nicht-binären Tänzer*innen treiben Bewegung, Tanz und queere Ästhetik auf die Spitze: In einer utopischen Science-Fiction-Welt fusioniert das Team Dragkunst und Spitzschuhtanz zu einem Labyrinth fantasievoller Perversionen jenseits von Moral und Scham.

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Enad Marouf
In My Hand a Word
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Dezember 09 10 | 20.00 Uhr
Dezember 10 | 17.00 Uhr
Dezember 11 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

In der szenischen Adaption seines eigenen Textes setzt sich der syrisch-deutsche Performance- und Videokünstler Enad Marouf aus einer queeren Perspektive mit Verlust auseinander: dem Verlust von Familie, Heimat und Beziehungen sowie von Bedeutung und Sprache. Das Publikum betritt einen Ort, an dem sich Fragmente überlagern. Dort bewegen sich zwei Figuren durch Szenen, deren innerer Zusammenhang sich durch Erinnerungen, Anekdoten und assoziativen Bezügen immer weiter auflöst.

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Melanie Jame Wolf
The Creep
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Dezember 17 18 | 16.00 Uhr
Performance

The Creep im feldfünf ist die erste einer Reihe von Installationen der in Berlin lebenden Choreografin und bildenden Künstlerin Melanie Jame Wolf, in denen sie ihre laufenden Creep-Studien durchführt. Es ist eine Choreografie zwischen zwei Figuren – einem Cowboy und einem Berg –, die eine poetische Meditation über Gewalt und Geschichtenerzählen verkörpern. 

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Jelena Stefanoska & Saša Asentić
Жизела / Giselle
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Dezember 17 18 | 18.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Жизела / Giselle erkundet erkundet mit Tanz und Sprache die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Künstlerin Jelena Stefanoska und der tragischen Ballettfigur Giselle. Das Stück erzählt von dem Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden – und vor allem von dem Wunsch und Gefühl, ein Leben in Würde zu leben.

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Specials
Festival
Tanztage Berlin 2023
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© Jan Grygoriew

JANUAR 05 – 21

Hey, warum siehst du so müde aus? Die „Dringlichkeitskultur" erwartet von uns, dass wir ständig vernetzt und reaktionsfähig sind. Es bleibt wenig bis gar keine Zeit, sich die Welt anders vorzustellen. Die Tanztage Berlin – ein jährliches Festival, das die Arbeit des Tanznachwuchs der Stadt in den Mittelpunk stellt – sind zurück, um die Gegenwart zu diagnostizieren und die Zukunft vorherzusagen. Die 32. Ausgabe der Tanztage Berlin untersucht unsere tägliche Reizüberflutung und chronische Müdigkeit, indem sie darüber nachdenkt, wie wir uns dem Rhythmus der gegenwärtigen, von sozialen Medien geprägten Highspeed-Realität anpassen und uns durch ihre Herausforderungen navigieren.

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News
Neue künstlerische Leitung ab der Spielzeit 2023/24 steht fest
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© Sarah Böhmer

Die SOPHIENSÆLE freuen sich, ihr neues Leitungsteam ab der Spielzeit 2023/24 vorstellen zu können. Für die Künstlerische Leitung konnten Jens Hillje und Andrea Niederbuchner gewonnen werden. Als Kaufmännische Leitung bleibt Kerstin Müller dem Haus weiterhin erhalten. Gemeinsam werden Jens Hillje, Andrea Niederbuchner und Kerstin Müller die SOPHIENSÆLE ab dem 1. Juli 2023 als geschäftsführendes Team leiten.

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