Eva Meyer-Keller OUT OF MIND

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© Harry Weber
Performance
Februar 26 | 18.00 Uhr
Februar 27 28 | 20.00 Uhr
März 01 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal
15/10 €

Premiere 

auf Englisch

FEBRUAR 27 | Künstler*innen-Gespräch im Anschluss an die Vorstellung in Kooperation mit Theaterscoutings Berlin.

FEBRUAR 28 | Vorstellung mit deutscher Audiodeskription. Die vorangehende Tastführung findet von 19 bis 19.30 Uhr statt. Für Audiodeskription und Abholservice können Sie sich Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr via 030 27 89 00 30 oder barrierefreiheit@sophiensaele.com anmelden.

Hier geht es zum deutschen Audioflyer.

“It takes more than one brain to make a mind” (Lisa Feldmann Barrett)

Lässt sich Wahrnehmung und Denken lokalisieren – in einem Organ, einem Körper, einer Zeit? Lässt sich das Innen und Außen durch die Betrachtung einzelner Botenstoffe, Medien oder Nervenzellen erfassen? Oder schwimmen wir in einem dunklen Meer der Unbestimmtheit, in dem sich immer nur kurze schimmernde Momente von scheinbarer Erkenntnis ereignen?

In ihrer neuen Arbeit OUT OF MIND entwickelt Eva Meyer-Keller gemeinsam mit ihren Komplizinnen szenische und körperliche Zugänge zu dem, was wir Bewusstsein und Erfahrung nennen. Sie nimmt neurowissenschaftliche Ansätze als Ausgangspunkt, um einen Tauchgang in ein glitschiges Terrain der Unsicherheiten zu unternehmen. In arhythmischen Loops gehen die Performerinnen dem Eigenleben von Nervenzellen und -systemen nach, begeben sich aus der Perspektive von Bakterien in körperliche Zerfall- und Transformationsprozesse und experimentieren mit den Eigenheiten von Flüssigkeiten und Emulsionen. Der Theaterraum wird zu einem Versuchslabor, in dem unsere gewohnten Wahrnehmungsweisen befragt werden und mehr-als-menschliche Akteur*innen auf den Plan treten.

EVA MEYER-KELLER studierte Choreografie in Amsterdam und Fotografie in Berlin und London. Ihre Arbeitsweise bleibt auch in den unterschiedlichen Konstellationen ihrer kollaborativen Projekte immer von einer konstruktiven Missachtung der Genregrenzen zwischen Bildender und Darstellender Kunst geprägt. Ihr Anliegen besteht darin, die Aufmerksamkeit der Beobachtenden auf das zu lenken, das eigentlich immer schon da ist: auf die kleinen, oft übersehenen Dinge. Ihre Arbeiten schaffen Räume, in denen es möglich ist, das absichtlich oder versehentlich Übersehene zu bemerken. Seit 2017 arbeitet sie an einer Serie in Auseinandersetzung mit Modellen, Verfahren und Konzepten aus den Naturwissenschaften.

TAMARA SAPHIR studierte Tanz und Theater in Buenos Aires und Paris, wo sie auch einen Master in Philosophie absolvierte. Seit 2009 lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie als Performerin, Dramaturgin und choreografische Beraterin mit verschiedenen unabhängigen Kompanien und Künstler*innen zusammenarbeitet, darunter Ariel Efraim Ashbel and friends, Constanza Macras//Dorkypark, Showcase Beat Le Mot, Santiago Blaum, Lola Arias, Dirk Cieslak//Lubricat co. und die queer-aktivistische Reggaeton-Musikband "Chocolate Remix". In ihrer eigenen Praxis und ihren Kollaborationen werden immer wieder philosophische Texte und Verweise auf die Geschichte der Philosophie genutzt und benutzt. Oft finden diese Texte nicht nur durch ihren konzeptuellen Inhalt Eingang in die Praxis, sondern auch durch eine gewisse Faszination dafür, wie diese Konzepte in den Texten selbst oder in der sie umgebenden Folklore "inszeniert" werden.

Annegret Schalke lebt und arbeitet als Tänzerin/Choreografin und Lichtdesignerin in Berlin. Sie ist Diplommathematikerin und schloss 2013 ein Studium im Fach Tanz, Kontext, Choreographie am HZT Berlin ab. Als Tänzerin arbeitete sie unter anderen mit Eva Meyer-Keller, Sheena McGrandles, Heiner Goebbels, Rose Beermann, Julian Weber. Sie entwirft außerdem Lichtdesigns im Bereich Tanz/Performance, beispielsweise in Zusammenarbeiten mit Enrico Ticconi & Ginevra Panzetti, mit Michelle Moura und anderen. 2015 erhielt sie ein danceweb Stipendium des Impulstanzfestivals Wien. Seit 2014 ist Teil der Licht-/Sound-/Video-Künstlerresidenzen Gangplank u.a. mit Bruno Pocheron. Sie ist Mitbegründerin des Choreograf*innen Kollektivs B A G.

AGATA SINIARSKA arbeitet auf dem Gebiet der erweiterten Choreografie. Sie platziert ihre Praxis zwischen dem, wie wir über die Welt denken und wie wir uns in ihr bewegen. Es ist ein Ort, an dem sich Somatik und Politik überschneiden – ein Ort, an dem Körperwahrnehmung auf soziales Engagement trifft – zwischen somatischen und ökologischen Landschaften, zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Körpern. Agatas derzeitige Forschung erforscht die Idee eines Anthropozän-Museums, Multi-Spezies-Archive in der Zeit des Aussterbens und verschiedene menschliche und nicht-menschliche Allianzen. 

KONZEPT, PERFORMANCE Eva Meyer-Keller CO-KreAtion, PERFORMANCE Tamara Saphir, Annegret Schalke, Agata Siniarska Dramaturgische Mitarbeit Bettina Knaup Kostüm, bühne Sara Wendt mit Grażyna Roguski MUSIK Rico Lee TEXT Eva Meyer-Keller, Tamara Saphir, Annegret Schalke, Constanze Schellow, Agata Siniarska LICHTDESIGN Annegret Schalke LICHT Elliott Cennetoglu technische Leitung, sound Björn Stegmann VOICE COACH Kate McIntosh produktion, Distribution Giulia Messia Wissenschaftliche Zusammenarbeit Andrew Plested AUDIODESKRIPTION Emmilou Rössling, Silja Korn BESONDERER DANK Beatrix Joyce, Elli Pomoni, QUEST (Katrin Hahner und William Wheeler), Julia Schade, Emilia Schlosser, Jude Thom, Valerie Wehrens

Eine Produktion von Eva Meyer-Keller in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE und PACT Zollverein, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Medienpartner: taz.

Audiodeskription + Tastführung für blinde und sehbehinderte Menschen
Februar 28
Programm
Morgen | 20:00 Uhr
Olympia Bukkakis
replay
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Februar 02 03 04 | 20.00 Uhr
Februar 05 | 18.00 Uhr
Tickets
Drag/Musik/Tanz
Festsaal | 15/10 €

replay untersucht die formalen Beziehungen zwischen Bewegung und Sound in Pop, klassischer Musik, Oper und Drag. Zusammen mit zwei rebellischen Backup-Tänzer*innen und in Bezug zur eigenen Biografie stellt Olympia Bukkakis Fragen nach Klasse und kulturellen Hierarchien.

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Hausführung
Hausführung
Februar 03 | 17.00 Uhr
Tickets
gesamtes Haus | 5 €

Wenn Sie mehr über die wechselvolle Geschichte der Sophiensæle erfahren möchten, können Sie an dieser Führung teilnehmen.

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Cora Frost/Rudy van Dongen/Peter Frost & Friends
Insel der Orgeln
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Februar 11 | 20.00 Uhr
Februar 12 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

Insel der Orgeln ist ein Happening aus Tanz, Musik, Performance und Installation und sucht nach erlebten, verdrängten und erträumten Lebens- und Überlebenskonzepten. Auf der Insel tragen Reisende zum Vielklang der Orgeln schreckliche und verheißungsvolle Lebensgeschichten zusammen, um die Frage nach der heilenden Kraft der sozialen Wahlfamilie zu beschwören.

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Alexandre Achour, Angela Alves, Diana Anselmo, Saša Asentić, Marko Bašica, Rita Mazza, Auro Orso, Perel & Dalibor Šandor
Dis Contact
Februar 15 17 19 | 19.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Kontakthof von Pina Bausch gehört zu den bekanntesten Arbeiten zeitgenössischen Tanzes. 2018 fragte sich der Künstler Dalibor Šandor, warum Bausch eigentlich nie eine Version mit behinderten Künstler*innen machte. Dis Contact ist eine neue Arbeit von Künstler*innen aus Communities, die in der Welt, in der Kontakthof eine prominente Rolle einnimmt, systematisch unterdrückt werden.

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Eva Meyer-Keller
OUT OF MIND
Eva Meyer-Keller_01_Foto_Harry Weber_quer
Februar 26 | 18.00 Uhr
Februar 27 28 | 20.00 Uhr
März 01 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

In OUT OF MIND entwickelt Eva Meyer-Keller gemeinsam mit ihren Komplizinnen choreografische Zugänge zu dem, was wir Bewusstsein und Erfahrung nennen. Sie nimmt neurowissenschaftliche Ansätze als Ausgangspunkt, um einen Tauchgang in ein glitschiges Terrain der Unsicherheiten zu unternehmen und macht den Theaterraum zum Versuchslabor, in dem auch mehr-als-menschliche Akteur*innen auf den Plan treten.

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Jule Flierl
Time out of Joint
Web2_Time.out.of.Joint_Derin Cankaya
März 08 09 10 11 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Time out of Joint ist ein groteskes Varieté politischer Reden und ein virtuos-kakophones Konzert feministischer Kämpfe des 20. Jahrhunderts. Im Modus der Taktik der Taktlosigkeit werden Äußerungen historisch einflussreicher Rednerinnen zerlegt, verzerrt und neu komponiert. Tanzende Körper erforschen rhetorische Strategien als Fragen rhythmischer (Neu-)Ordnung und machen die Stimme als Kampfplatz um politische Repräsentation hörbar.

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Ist die deutsche Theaterwissenschaft (post)kolonial?
Titel Theaterwissenschaft Postkolonial
März 11 | 18.00 Uhr
Kantine | Eintritt frei

Was bedeutet die Forderung nach einer „Dekolonisierung der Universität“ für die deutschsprachige Theaterwissenschaft? Wie könnte eine post- oder dekoloniale Theaterwissenschaft in Forschung und Lehre aussehen? Zusammen mit Beitragenden aus dem Sammelband „Theaterwissenschaft postkolonial/dekolonial“ wollen die Herausgeberinnen Azadeh Sharifi und Lisa Skwirblies diesen Fragen nachgehen. 

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Vanessa Stern & Team
ToFuR® – Theater ohne Furcht und Reichweite
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März 16 18 | 20.00 Uhr
März 19 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

Vanessa Stern hat sich vergaloppiert. Todesmutig rief sie: soziale Medien, ihr seid mein Feind! und gründete eine Ritterinnenschaft (samt possierlicher Ponys), um in den Kampf zu ziehen gegen die dunklen Mächte von Reichweite und Aufmerksamkeit. Theater ohne Clicks und Shares und Likes! Seien Sie dabei, wenn keiner uns folgt! Eine andere Welt ist täglich.

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Claire Vivianne Sobottke
à mort – Ein choreografischer Liederzyklus für drei Stimmen
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März 22 23 24 25 | 19.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

à mort ist eine performativ-musikalische Auseinandersetzung mit Prozessen der Dominanz, des Sterbens und Tötens. In einer vom Memento Mori inspirierten Installation aus natürlichen und künstlichen Materialien entstehen exzessive Szenen der Zerstörung. Die weibliche Stimme tritt in einer sterbenden Welt als kraftvolle physische Präsenz hervor und stellt das groteske, menschliche Dominazbegehren in Frage.

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Hendrik Quast
Spill your guts
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März 31 | 19.00 Uhr
April 01 | 19.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 15/10 €

Für sein Projekt lernt Hendrik Quast die Kunst des Bauchredens, um sich der chronisch entzündlichen Darmkrankheit Colitis ulcerosa künstlerisch anzunähern. Im Gespräch mit der Krankheit entstehen neue Sprechweisen und Bilder von chronischer Krankheit, die für das kranke und gesunde Publikum ungewöhnliche Humorräume öffnen.

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Specials
Festival
Tanztage Berlin 2023
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© Jan Grygoriew

JANUAR 05 – 21

Hey, warum siehst du so müde aus? Die „Dringlichkeitskultur" erwartet von uns, dass wir ständig vernetzt und reaktionsfähig sind. Es bleibt wenig bis gar keine Zeit, sich die Welt anders vorzustellen. Die Tanztage Berlin – ein jährliches Festival, das die Arbeit des Tanznachwuchs der Stadt in den Mittelpunkt stellt – sind zurück, um die Gegenwart zu diagnostizieren und die Zukunft vorherzusagen. Die 32. Ausgabe der Tanztage Berlin untersucht unsere tägliche Reizüberflutung und chronische Müdigkeit, indem sie darüber nachdenkt, wie wir uns dem Rhythmus der gegenwärtigen, von sozialen Medien geprägten Highspeed-Realität anpassen und uns durch ihre Herausforderungen navigieren.

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News
Neue künstlerische Leitung ab der Spielzeit 2023/24 steht fest
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© Sarah Böhmer

Die SOPHIENSÆLE freuen sich, ihr neues Leitungsteam ab der Spielzeit 2023/24 vorstellen zu können. Für die Künstlerische Leitung konnten Jens Hillje und Andrea Niederbuchner gewonnen werden. Als Kaufmännische Leitung bleibt Kerstin Müller dem Haus weiterhin erhalten. Gemeinsam werden Jens Hillje, Andrea Niederbuchner und Kerstin Müller die SOPHIENSÆLE ab dem 1. Juli 2023 als geschäftsführendes Team leiten.

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