Courtney May Robertson: HUNTER – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin

HUNTER ist eine interdisziplinäre Performance, die sich kritisch mit den allgegenwärtigen misogynen Rollen befasst, die Frauen in drei zentralen „Körpergenres“ im Film zugewiesen werden: Pornografie, Horror und Melodram. 

Zusammen mit ihrer hyperrealistischen, lebensgroßen Doppelgängerin in Puppenform entwirft Courtney May Robertson ein Gewebe aus Bildern, in denen das Groteske, (sexuelle) Perversion und emotionale Exzesse zu triumphalen Symbolen für körperliche Autonomie und Empowerment werden. Das Duo – die eine aus Fleisch und Blut, die andere aus Schaumstoff und Silikon – zeichnet die inneren Qualen und Ekstasen eines Individuums nach, das im Konflikt mit einer archaischen Gesellschaft steht, die Reinheit als moralischen Maßstab hochhält.

Das Publikum wird eingeladen, die Tiefen eines verschlossenen privaten Raums zu betreten, in dem sich die starre Dichotomie zwischen Abscheu und Anziehung auflöst. Robertson ist überzeugt, dass sich das Gefühl des Ekels, das im Allgemeinen mit Abneigung assoziiert wird, in eine paradoxe Faszination verwandeln kann, wenn die Scham aufgehoben wird. Angetrieben von einer Industrial-Klanglandschaft, komponiert von Acidic Male, wird in HUNTER Selbstzerstörung zum Akt der Selbsterhaltung.

HUNTER wurde 2024 im Rahmen des Nederlands Theater Festival mit dem VSCD Mime/Performance Prize ausgezeichnet und in der Zeitung NRC als eine der zehn besten Tanzaufführungen des Jahres 2024 aufgeführt.

Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).

Early Boarding

Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding.

Tickets

  • Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
  • Über den Online-Ticketshop
  • An der Abendkasse

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.

Konzept, Choreografie, Videodesign, Performance: Courtney May Robertson
Sounddesign: Puck Schot (Acidic Male)
Lichtdesign, Bühnenbild: Manuel Boutreur
Puppendesign: Ronald Schinkelshoek
Dramaturgie: Lara van Lookeren
Perückendesign: Zoe Morgan
Kostümdesign: Matija Franjes
Discomfort Devices: BNDSN
Bewegungsassistenz: Olympia Kotopoulos
Creative Producer: Lena Meijer
Technische Produktion Tournee: Stefan Prokop
Tour-Technik: Stefan Prokop, Merijn Boers, Jelle Rebel 
Tournee-Management: Anna Møller 
PR & Kommunikation: Jannes Heidinga
Dank an: Yoko Haveman

Eine Produktion von Courtney May Robertson in Koproduktion mit Dansateliers, Dans Brabant, ICK Artist Space und Grand Theatre Groningen. Mit Unterstützung von Stimuleringsfonds Design Grant, Fonds 21, AFK und Gemeente Rotterdam. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.

  • Eine Person beugt sich über eine zweite Person, die auf dem Rücken liegt. Die obere Person berührt mit der Zunge den Mund der liegenden Person. Die Szene ist in warmes, rötliches Licht getaucht.
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  • Zwei Personen stehen eng nebeneinander in dunklem Raum und werden von rotem Licht beleuchtet. Eine Person streckt einen Arm seitlich aus, während beide Körper nah beieinander stehen.
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  • Eine Person steht zwischen mehreren brennenden Kerzen, die auf Metallhalterungen befestigt sind. Ketten hängen im Vordergrund der Szene. Warmes Kerzenlicht beleuchtet das Gesicht der Person.
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  • Eine Person kniet neben einer zweiten Person, die auf einer metallischen Plattform liegt. Die kniende Person hält ein Werkzeug in der Hand und arbeitet am Haar der liegenden Person. Die Szene ist in grünes Licht getaucht.
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  • Eine Person kniet auf einer erhöhten Plattform in einem dunklen Bühnenraum. Über der Person hängt ein großer Kronleuchter mit brennenden Kerzen. Die Person streckt die Arme nach oben in Richtung der Lichter, während warmes Licht die Szene schwach beleuchtet.
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