Moya Michael: It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Moya Michael: It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon
Mit It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon ist die in Brüssel lebende Künstlerin Moya Michael erstmals in Berlin zu Gast. In einer raumgreifenden Arbeit zwischen Video, Choreografie und musikalischer Komposition wendet sie sich den Begegnungen zu, die sie mit !Amace, Be und deren Ju/’Hoansi und !Kung-Familien gemacht hat.
In den vom Klimawandel und Trockenheit massiv betroffenen Wüstengebieten Namibias und Südafrikas haben diese indigenen San-Communities durch das Betreiben eines „Living Museum“ am ökonomischen System Teil, während sie einen Lebensstil außerhalb der Arbeits- und Wohnungsmärkte aufrechterhalten. Westliche Tourist*innen bezahlen einen festgelegten Preis, um sie bei ihren alltäglichen Arbeiten und Praktiken des Überlebens zu beobachten und zu begleiten: Jagen, Handwerk, Feuer machen, Essen zubereiten und Beisammensein.
Moya Michael, die im südafrikanischen Apartheid-System aufgewachsen und durch Abstammung mit den Khoi und San verwandt ist, begegnet der Gemeinschaft zugleich als Außenstehende und entwickelt dabei eine vielschichtige, facettenreiche Auseinandersetzung mit Identität und der Pluralität des Selbst. In einer nicht-linearen Erzählung stellt sie Fragen nach dem kulturellen und ökonomischen „Wert“ eines selbstbestimmten Lebens in einer Welt, die von kolonialen und kapitalistischen Machtverhältnissen durchzogen ist.
Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).
Early Boarding
Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding.
Tickets
- Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
- Über den Online-Ticketshop
- An der Abendkasse
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.
Konzept: Moya Michael
In Zusammenarbeit mit: Victoire Karera Kampire, Simon Thierrée, Joachim Ben Yakoub
Bühnenbild: Špela Tušar
Kostümdesign: Andrea Kränzlin
Video: Victoire Karera Kampire
Sounddesign: Simon Thierrée
Lichtdesign, Regie: Ellie Bryce
Ton: Patrick Van Neck, Bram Moriau
Dramaturgie: Joachim Ben Yakoub
Inspizienz: Caroline Wagner
Produktionsleitung: Lise Bruynseels
Internationales Management, Vertrieb: Cecilia Kuska
Dank an: Amace, Be und Familie, Xoma und Xhao, Nashilongwe Shipwe, Jan de Villiers, Lindiwe Dlamini, Haymich Olivier, Jennifer Hays, Loren Davis Fisher, Igor Shyshko, Ife Day, Lassenne Vocale und all die wunderbaren Menschen, die wir auf unserem Weg getroffen haben
Eine Produktion von Moya Michael und KVS in Koproduktion mit WIELS, Perpodium und Bergen Kunsthall. Gefördert durch Taxshelter Of The Belgian Federal Government Via BNPPFFF. Never Work – Internationales Performance-Festival ist ein Festival der Sophiensæle, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Die Sophiensæle werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Medienpartner: Berlin Art Link, Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Moya Michael ist eine renommierte Tänzerin, Choreografin und Mentorin. Geboren und aufgewachsen in Johannesburg, Südafrika, und derzeit in Brüssel lebend, hat sie sich als mutige interdisziplinäre Künstlerin etabliert, die künstlerische Forschung, Bewegung, visuelle Kunst und Musik miteinander verbindet, um vielschichtige Live-Performances zu schaffen.
In Michaels Arbeit sind Fragen nach Ahnenschaft und kultureller Herkunft stets präsent, die durch ihren Fokus auf interkulturelle und generationenübergreifende Zusammenarbeit beleuchtet werden. Ihre fortlaufende Partnerschaft mit dem KVS (Königliches Flämisches Theater) unterstützt ihre künstlerischen Vorhaben und verstärkt ihre unverwechselbare Stimme innerhalb der Tanzszene.
Joachim Ben Yakoub ist Schriftsteller und Dozent und arbeitet gelegentlich auch als Kurator und Dramaturg an der Schnittstelle verschiedener Kunsthochschulen und Institutionen. Er verbringt die meiste Zeit in der Kitchen, einem kollektiven Studien- und Arbeitsraum in Brüssel. Er ist Mitglied der Forschungsgruppen MENARG und S:PAM an der Universität Gent, wo er zur Ästhetik des Aufstands im Spannungsfeld zwischen Tunesien und Belgien forscht, und ist zudem Dozent an der Sint-Lucas School of Arts in Antwerpen.
Victoire Karera Kampire ist eine belgisch-ruandische Filmemacherin, Sounddesignerin und Mitbegründerin des nomadischen Kollektivs .contrapunctum. Sie hat einen Masterabschluss in New Media and Society von der VUB und einen Abschluss in audiovisuellen Künsten von der LUCA School of Arts. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht der Begriff der Abwesenheit, der ihre Filme an der Grenze zwischen Dokumentar- und Spielfilm durchzieht und von geisterhaften Präsenzformen geprägt ist. Derzeit arbeitet sie am Drehbuch für ihren nächsten Film Ejo, produziert von Graphoui, und nimmt an einem von Africalia geförderten Residenzprogramm teil.
Simon Thierrée ist ein in Brüssel lebender Komponist, Geiger, Pianist und Dirigent. Seit 1996 hat er mehr als 40 musikalische Werke für Bühnenproduktionen und Filme geschaffen, in unterschiedlichen Stilrichtungen und für Besetzungen von Solo bis hin zu Sinfonieorchestern. Er ist Mitbegründer und Mitglied des Komponistenkollektivs NONE. 2021 wurde er vom Institut Français als französischer Residenzkünstler in den Libanon eingeladen und 2022 nach Tunesien. Für sein Streichquartett Fantaisie en huit miniatures erhielt er den Preis Wallonie-Bruxelles beim Proquartetto International Composition Competition.