Never Work Talks: Helen Hester, Anajara Amarante, Olivia Hyunsin Kim – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Never Work Talks: Helen Hester, Anajara Amarante, Olivia Hyunsin Kim
An zwei Tagen wird das künstlerische Programm des Festivals durch ein Programm aus Vorträgen und Gesprächen erweitert.
Wir beginnen am 24.06. mit einem Blick auf eine mögliche Zukunft und die Frage, wie eine „Post-Work“-Gesellschaft aussehen könnte – eine Welt also, in der Arbeit ganz anders organisiert ist und nicht mehr das Zentrum unserer Identität und Gesellschaftsorganisation bildet. Dazu haben wir Helen Hester eingeladen, die durch ihre Publikationen Xenofeminism (Polity, 2018), After Work: A History of the Home and the Fight for Free Time (mit Nick Srnicek, Verso, 2023) und Post-Work: What It Is, Why It Matters, and How We Get There (mit Will Stronge, Bloomsbury, 2025) weltweit Aufsehen erregt hat. Nach einer Key Note diskutiert sie mit den Künstler*innen Anajara Amarante und Olivia Hyunsin Kim darüber, wie Visionen für künstlerische Arbeiten in einer Post-Work-Gesellschaft aussehen könnten.
Am 25.06. sprechen die Philosophin und Autorin Amelia Horgan und Nicole Mayer-Ahuja, Soziologin und Autorin, in einem Key Note-Gespräch über die Realitäten unserer gegenwärtigen Arbeitswelten im Kapitalismus, über die zeitgenössische Klassengesellschaft und die Spaltungen, die Lohnarbeit mit sich bringt – und über das Potenzial widerständiger Faulheit und teilweise ungeahnte Allianzen.
Mit: Helen Hester, Anajara Amarante, Olivia Hyunsin Kim
Eine Produktion von Sophiensæle. Never Work – Internationales Performance-Festival ist ein Festival der Sophiensæle, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Die Sophiensæle werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Medienpartner: Berlin Art Link, Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Helen Hester ist Professorin für Gender, Technologie und Kulturpolitik an der University of West London. Zu ihren Veröffentlichungen gehören: Xenofeminism (Polity, 2018); After Work: A History of the Home and the Fight for Free Time(mit Nick Srnicek, Verso, 2023) und Post-Work: What It Is, Why It Matters, and How We Get There (mit Will Stronge, Bloomsbury, 2025).
Anajara Amarante ist ein*e brasilianische*r Crip- & LGBT+-Künstler*in und lebt in Berlin. Amarante arbeitet an der Schnittstelle von Disability Justice, dissidenten Körpern und Kunst, das zentrale Medium ist der sich bewegende Körper. Amarantes professionelle Interessen sind persönlicher und politischer Natur: queere und dissidente Körper, marginalisierte Gemeinschaften und Kunstpraktiken. Künstlerischer Schwerpunkt liegt im Bereich der darstellenden Künste (mit Fokus auf Choreografie) sowie in der bildenden Kunst. Als Person, die Biologie studiert hat und ehemals als Lehrer*in tätig war, interessiert sich Amarante für die Natur und Menschen, die sie verteidigen, sowie für zugangsoffene Pädagogiken und Umweltbildung.
Olivia Hyunsin Kim (sie/ihr oder they/them) ist Choreografin, Regisseurin und Kuratorin. Ihre Arbeiten reichen von Opern bis hin zu Installationen. Im Jahr 2019 erhielt sie den ersten Preis beim Amadeu Antonio Preis und schloss ihr Masterstudium in Choreografie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen mit Auszeichnung ab. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Germanistik von der Seoul National University und studierte Tanz an der University of Hawai‘i at Mānoa sowie an der Falmouth University. Sie war 2017 Artist-in-Residence bei ImPulsTanz, 2022 am Goethe-Institut Montréal und am Circuit-Est centre chorégraphique, von 2021 bis 2023 an der Tarabya Cultural Academy in Istanbul sowie 2023 am Goethe-Institut Salvador. In der Spielzeit 2022/23 war sie Composer-in-Residence an der Staatsoper Hannover. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, unter anderem in den Sophiensælen, am tanzhaus nrw Düsseldorf, in der Roten Fabrik Zürich, an der Staatsoper Hannover, an der Staatsoper Stuttgart, im Art Sonje Center Seoul und im Museo Universitario del Chopo in Mexiko-Stadt. Unter dem Namen ddanddarakim arbeitet sie interdisziplinär an choreografischen Werken mit queerer, feministischer und postkolonialer Ausrichtung. Seit 2023 ist sie Teil des PSR Kollektivs, das das Heizhaus kuratiert.