Olympia Bukkakis: Too Much – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Olympia Bukkakis:
Too Much
In Too Much bricht Olympia Bukkakis mit den Regeln der Performancekunst. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen als Drag-Performerin widmet sich die Queen of the Heavens and of the Earth, Empress of Despair und Architect of Your Eternal Suffering der besonderen Beziehung zwischen Performer*in und Publikum. Welche Rolle spielen Sprach- und Bewegungskonventionen? Wie beeinflussen sie die besondere Dynamik zwischen denen, die zuschauen, und denen, die acten – und wen schließt das eigentlich aus? Mit ihren Drag-Skills unterwandert Olympia Bukkakis die geltenden Regeln und kreiert Personas für unterschiedlichste Aufführungsformate: Probenpatzer ersetzen die virtuose Performance und zwischen Wetterbericht, altgriechischem Monolog, Cello-Solo und einer Talkshow – mit Oozing Gloop als Special Guest – werden die Sprachen verstümmelt und alle Annahmen über das Publikum über Bord geworfen. Sie stößt Performance-Archetypen von ihren Sockeln, um Platz für diejenigen zu schaffen, die aus der normativen Publikum-Darsteller*innen-Beziehung ausgeschlossen sind. Durch die unmögliche Aufgabe, all diese Genres in einer einzigen Performance unterzubringen, schafft Olympia Bukakkis Momente der Verbindung, der Störung, der Euphorie und der Tragödie.
KONZEPT, CHOREOGRAFIE, PERFORMANCE Olympia Bukkakis PERFORMANCE Oozing Gloop DRAMATURGIE Isabel Gatzke BÜHNENBILD, VIDEO Camille Lacadee KOSTÜM Jay Barry Matthews TON COOL FOR YOU (Vika Kirchenbauer) LICHT Maika Knoblich PRODUKTIONSASSISTENZ Paul Niedermayer PRODUKTION Lisa Gehring TEXTE Johann Sebastian Bach, Olympia Bukkakis, Cher, Medea nach Euripides (Paul Dräger), Oozing Gloop, verschiedene Wetterberichte DANK AN Thierry Tidrow, Purrja, Elena Schmidt, Melanie Jame Wolf, Alexis Mersmann
Eine Produktion von Olympia Bukkakis in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin. Medienpartner: taz.die tageszeitung.
Olympia Bukkakis ist eine Drag Queen und Choreografin, Moderatorin und Autorin und Queen of the Heavens and of the Earth, Empress of Despair und Architect of Your Eternal Suffering. Ursprünglich aus Australien, lebt sie seit 2012 in Berlin und organisiert queere Performancenächte, wie z.B. Get Fucked, Queens Against Borders und Apocalypse Tonight. Sie schloss den SODA-Master am HZT Berlin 2019 ab. Seitdem feierten Gender Euphoria (Tanztage Berlin 2019), Under Pressures (Gessnerallee, 2019), Boys Night Out (Melbourne, 2020), A Touch of the Other (Risk and Resilience Festival, Sophiensæle, 2020) und Too Much (Sophiensæle, 2021) Premiere. Ihre Praxis bewegt sich im Spannungsfeld zwischen queerem Nachtleben, zeitgenössischem Tanz und Performance.