Queer Family Album: Volume 2 – Mit Juliana Piquero, Dylan Spencer-Davidson, Joy Mariama Smith, Projekt von Katie Lee Dunbar – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Queer Family Album:
Volume 2 – Mit Juliana Piquero, Dylan Spencer-Davidson, Joy Mariama Smith, Projekt von Katie Lee Dunbar
Queer Family Album ist eine fortlaufende transdisziplinäre Performance-Reihe von Katie Lee Dunbar, die ein sich ständig veränderndes Kollektiv verschiedener queerer Künstler*innen zusammenbringt, um queere Zukunftsvisionen durch Performance, Storytelling und kollaborative Praxis zu erforschen. Wir laden alle trans, BIPOC, neurodivergenten, Krip- introvertierten, geflüchteten, älteren, migrierten, eigensinnigen und ausgestoßenen Menschen herzlich ein.
Volume 2 präsentiert Kollaborationen von Juliana Piquero, Dylan Spencer-Davidson und Joy Mariama Smith und ist eine relaxed, zweistündige Performance. Das Programm beginnt um 20:00 und dauert mit Pausen und Essen bis 22:00. Kein Stress, egal ob du zu früh, pünktlich oder zu spät kommst – du bist genau richtig, so wie du bist, an einem Ort, an dem alles möglich ist, was du dir wünscht: Wenn du nach einer Ausrede gesucht hast, dich schick zu machen, nur zu; oder lieber leger? Dann eben Pyjama und zerzaustes Haar. Der Abend beginnt im Erdgeschoss in der Kantine der Sophiensæle mit Suppe oder Tee, die zum Mittelpunkt des Abends wird. Nimm dir Zeit und mach es dir an der Listening Station gemütlich, wo Episoden von Queer Frequeny gestreamt werden, dem internen Podcast von Queer Family Album, der Familiengeschichte, Konflikte und Prozesse innerhalb ihrer künstlerischen Zusammenarbeit archiviert.
Rice with Tomato
Juliana Piquero
mit Alex Viteri Arturo und Tümay Kilincel
Rice with Tomato ist eine Performance, die von Piqueros Tochter und ihrem Lieblingsgericht aus Kindertagen inspiriert ist und Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit jenseits fester Strukturen neu interpretiert. Die Arbeit reflektiert Familie als etwas Fluides, Konfliktbeladenes, Gewähltes und manchmal Geteiltes und erweitert den Begriff der Familie auf Gruppen von Freund*innen, Phrasen, Tiere, Farben, Zahlen, Wörter, Konzepte und Gefühle – Familien, die sich ähneln, aber niemals gleich sind.
Fam Jam
Mariama Smith & Dylan Spencer-Davidson
Fam Jam ist eine Performance-Installation, die Relationalität jenseits der traditionellen Konstrukte von „Familie” untersucht. Smith & Spencer-Davidson gehen von einer kritischen Abschaffung der Familie aus und bewegen sich durch Vorstellungen von Verwandtschaft und Freundschaft, Intimität und Relationalität. Fam Jam versucht und scheiter dabei, in Echtzeit eine dekoloniale, antikapitalistische Raum-Zeit zu schaffen, in der alternative Formen der Verbindung entstehen können. Wir laden aktiv unsere trans, BIPOC, Neurospicey, Krip, Introvertierten, Geflüchteten, Älteres, Migrierten, Eigenwilligen, Ausgestoßenen Verwandten ein – ihr seid herzlich willkommen.
Podcast
Queer Frequency ist ein Podcast, der auf einem oral-historischen Ansatz basiert, eine akustische Reise, die das Queer Family Album-Projekt begleitet und Raum für intime und verletzliche Gespräche bieten soll, in deren Mittelpunkt queere intersektionale Erfahrungen und Vorstellungen von queerer Familie stehen. Moderiert von Abilaschan Balamuraley in Zusammenarbeit mit Katie Lee Dunbar, mit Tonbearbeitung und Jingle von Aditi alias Mzngo. Streaming der Episoden 1–4 an der Hörstation. Heute Abend gibt es bei Queer Family Album drei verschiedene Kanäle mit einer Vielzahl von Episoden zum Anhören, lehnt euch zurück und macht es euch gemütlich!
Der Abend thematisiert (gewaltvolle) Familiendynamiken. In der Performance "Rice with Tomato" wird Suizid thematisiert.
Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).
Dauer
- insgesamt 120 Minuten mit mehreren Pausen.
- Fam Jam (Kantine): 30 Minuten
- Rice with Tomato (Hochzeitssaal): 30 Minuten
Sprache
- Englische Lautsprache
Licht
- Das Licht im Saal ist die ganze Zeit hell genug, um sich im Saal zurecht zu finden.
- Es gibt sowohl hellere, als auch dunklere Momente und langsame Lichtwechsel.
Sound
- Kantine: Die Musik variiert in Lautstärke, Geschwindigkeit und Intensität, manchmal ist sie harmonisch, manchmal dissonant.
- Hochzeitssaal: Es gibt Momente kompletter Stille sowie Momente mit Hintergrundmusik und Geräuschen.
Geruch
- In der Kantine riecht es nach Essen.
Sonstiges
- Die Veranstaltung beginnt in der Kantine. Das Publikum wird im Verlauf des Abends in den Hochzeitssaal begleitet.
- Während der Veranstaltung ist ein Access friend anwesend und ansprechbar.
- Essen (Linsensuppe und Brot) und Tee werden in der Kantine verteilt. Das Essen und die Getränke dürfen nicht aus der Kantine
- Große bunte Stoffbahnen werden in der Kantine aufgehängt, auf die an drei Stellen Bilder projiziert werden. Die Geschwindigkeit der Projektionen folgt dem Rhythmus der Musik – manchmal bleiben sie länger stehen, manchmal wechseln sie schneller.
- Im Hochzeitssaal und in der Kantine wird Bühnennebel verwendet.
Publikum
Kantine
- verschiedene Sitz- und Liegemöglichkeiten: Tribünen mit Teppichen und Sitzkizzen, Sitzsäcke, Stühle mit Lehne, Bierbänke
- das Publikum kann sich frei im Raum bewegen
- 2 Rollstuhlplätze buchbar nach Verfügbarkeit
Hochzeitssaal:
- zwei Tribünen an den Seiten mit Sitzkissen
- 2 Sitzsackplätze buchbar nach Verfügbarkeit
- 2 Rollstuhlplätze buchbar nach Verfügbarkeit
Interaktion
- Im Hochzeitssaal werden Teile des Publikums eingeladen, eine Notiz aus einem Topf zu ziehen und sie den Performer*innen zu geben. Die Teilnahme daran ist immer freiwillig.
- In der Kantine wird das Publikum am Ende der Performance eingeladen an einem Tanzchoreografie teilzunehmen. Die Teilnahme daran ist freiwillig.
Relaxed Performance
- Alle Vorstellungen finden als Relaxed Perfomance statt.
- in der Kantine kann der Ort zum Podcasthören auch als Ruheort genutzt werden. Gewichtsdecken, Stim Toys und und Kopfhörer werden bereit gestellt.
Early Boarding
- Es wird einen langen, entspannten Einlass geben. Die Türen öffnen um 19:30 Uhr, die Show startet um 20 Uhr.
Tickets
- Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
- Über den Online-Ticketshop
- An der Abendkasse
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.
Queer Family Album – Mitwirkende Künstler*innen: Katie Lee Dunbar, KAy Garnellen, Juliana Piquero, Yvonne Sembene, Joy Mariama Smith, Dylan Spencer-Davidson
Kostüme, Bühne: Hagar Ophir mit Antonia Eckardt
Kostüme Fam Jam: Derek Di Fabio
Dramaturgische Assistenz: Maya Weinberg
Technische Leitung, Lichtdesign: Catalina Fernandez
Technische Assistenz: Stevie Gunter
Lichtdesign: Shun Perrotta
Tontechnik: Lena Marcus
Presse, Marketing, Social Media: Apricot Productions – Angela Fegers
Produktion, Marketingassistenz: Apricot Productions – Nadine Freisleben
Essen: Promona Sengupta und Talya Lubinsky von Bad Apples Catering
Barrierefreiheit, Access Friend: Miles Wendt
Moderator*in: KAy Garnellen
Konzept, Initiating Artist, Dramaturgie: Katie Lee Dunbar
Eine Produktion von Katie Lee Dunbar in Koproduktion mit Ballhaus Ost und Sophiensæle. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Juliana Piquero (she/they) wurde in Buenos Aires geboren und lebt in Berlin und Madrid. Sie ist Mutter, Choreografin, Tänzerin und Yoga-Asana-Lehrerin. In ihren choreografischen Arbeiten verknüpft sie gesellschaftspolitische Fragestellungen, Archivmaterial und biografische Erfahrungen. Ihr Interesse gilt Themen wie lateinamerikanischem queer-feministischem Denken, Fragen im Zusammenhang mit ihrer Identität sowie funktionaler Diversität und Körpersprache. Sie sucht nach der Wirksamkeit des Unbestimmten und versucht, die Grenzen zwischen dichotomen Konzepten wie dem Natürlichen und dem Künstlichen zu verwischen, um die Komplexität des Körpers als Technologie zu erfassen. Parallel zu ihrem künstlerischen Weg arbeitet sie seit 2024 auch als IT-Beraterin und -Analystin.
Katie Lee Dunbar, ein*e queere*r feministische*r Performance-Macher*in, Aktivist*in und Forscher*in mit Wohnsitz in Berlin, beschäftigt sich in der künstlerischen Praxis mit Themen wie Ungleichheit, Intimität und dem komplexen Verhältnis von Persönlichem und Politischem. Diese umfassen Tanz, Stimme, Erinnerung, Klang, Text und Installation. In kollaborativen Projekten geht es darum, inklusive und nicht-unterdrückende Räume für Dialog und Kreativität zu schaffen – wie in arted, mitkollektiv und aktuell im Queer Family Album.
Dylan Spencer-Davidson (he/they) ist Künstler, Performer und Pädagoge mit Sitz in Berlin. Die Praxis umfasst Performance, Workshops, Video, Klang und Schreiben und kreist beständig um die Frage, wie ein Miteinander gestaltet werden kann. In Auseinandersetzung mit normativen, gewaltvollen Beziehungsformen schaffen die Arbeiten Räume für kollektive emotionale Verarbeitung und schlagen alternative Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit vor, die auf Zuhören, Konsens, Verkörperung, Differenz und Verletzlichkeit beruhen.
Joy Mariama Smith (1976, Vereinigte Staaten) ist Installations- und Performancekünstler*in, Aktivist*in, Dramaturg*in und Architekt*in. Aufgewachsen in Philadelphia und derzeit in Amsterdam ansässig, beschäftigt sich die künstlerische Arbeit vor allem mit den Herausforderungen projizierter Identitäten in verschiedenen Kontexten. Eine zentrale Fragestellung lautet: Wie gestaltet sich das Wechselspiel zwischen Körper und physischer Umgebung? Seit über 25 Jahren verfolgt Joy Mariama Smith eine multimodale improvisatorische Praxis. Beim Lehren wird aktiv versucht, inklusive Räume zu schaffen.