Dragana Bulut: Remake – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin

Genoss*innen, wir brauchen eure Hände, eure Stimmen, eure Anwesenheit!

Remake lädt das Publikum ein, als Statist*innen bei den Dreharbeiten eines Films mitzuwirken, der nur gemeinsam entstehen kann. So wie einst Jugendbrigaden in Jugoslawien Straßen und Eisenbahnen bauten, versammeln wir uns auf der Bühne, um die Erinnerung an kollektive Arbeit und Begeisterung wieder aufleben zu lassen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – nur die Bereitschaft, mitzumachen, zu arbeiten, dabei zu sein, neu zu machen. Dies ist keine Performance, die man aus der Distanz betrachtet, sondern ein Aufruf, zu arbeiten, dazuzugehören, teilzunehmen – an einem Aufbau der Zukunft, die einst in der Vergangenheit heller schien. Mach mit!

In Remake erforscht Dragana Bulut Choreografien der Nostalgie. Ausgehend von ihren eigenen jugo-nostalgischen Empfindungen inszeniert sie eine spekulative Nachstellung der kollektiven freiwilligen Jugendbrigaden in Jugoslawien (ORA) – groß angelegte Initiativen, die Tausende junger Menschen mobilisierten, um Straßen, Eisenbahnen und öffentliche Infrastruktur zu bauen. Was passiert, wenn die alten Ideologien der kollektiven Arbeit in neuen Boden verpflanzt werden?

Was einst Teil der Erzählung sozialistischen Fortschritts war, wird hier als eine Praxis des Erinnerns und Neudenkens dessen zusammengesetzt, was uns heute verbindet. Nostalgie ist hier keine sentimentale Sehnsucht nach der Vergangenheit, sondern eine kritische Linse, die ihren Widersprüchen und Möglichkeiten nachspürt.

Bitte beachtet, dass die Performance aus Sicherheits- und konzeptionellen Gründen für Teilnehmer*innen ab 16 Jahren empfohlen ist.

Abendzettel

Premiere Ticket

Wenn Fragen offenbleiben, wendet euch gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachtet, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Solltet ihr deshalb erst nach dem Erwerb des Tickets erfahren, dass die Vorstellung für euch nicht länger barrierefrei ist, könnt ihr uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).

Dauer

  • Ca. 2 Stunden ohne Pause

Sprache

  • Englische Lautsprache

Licht

  • Die Lichtstimmung ist fast durchgehend gleichbleibend hell.
  • Im letzten Teil der Performance wird der Raum abgedunkelt.

Sonstiges

  • Es wird Bühnennebel eingesetzt.
  • Es wird Alkohol ausgeschenkt, der Konsum ist freiwillig.
  • Das Publikum wird während der Performance gefilmt.

Publikum

  • Das Publikum steht an Tischen.
  • Es sind bei Bedarf Klappstühle verfügbar.

Early Boarding

  • Es gibt eine entspannte und lange Einlasssituation durch Aufenthalt im Foyer.

Interaktion

  • Die Performance ist interaktiv.
  • Man befindet sich in Interaktion mit anderen Teilnehmer*innen und tanzt gemeinsam.

Tickets

  • Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
  • Über den Online-Ticketshop
  • An der Abendkasse

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.

Konzept, künstlerische Leitung, Performance: Dragana Bulut
Von und mit: Cécile Bally
Dramaturgie: Andrew Hardwidge
Dramaturgische Beratung: Andrej Mircev, Kareth Schafer, Dragana Jovanović
Musik, Sounddesign: Ivan Marović
Lichtdesign: Gustav Kleinschmidt
Kamera: Joanna Piechotta
Schnitt: Basia Napora
Mitarbeit Filmrecherche: Dragana Jovanović
Mitarbeit Bühnenbild: Valentina Primavera
Produktionsleitung: M.i.C.A. – Movement in Contemporary Art
Assistenz: Cathy Walsh, Ayko Bleisch
Dank an: Andrew Hardwidge, Chrysa Parkinson, Ilse Ghekiere, Saša Asentić

Eine Produktion von Dragana Bulut in Koproduktion mit Sophiensæle. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit Unterstützung durch Theaterhaus Berlin, Dancecentrum Stockholm und O Espaço do Tempo. Medienpartner: Missy MagazineSiegessäuletaz.

Dragana Bulut ist Choreografin, Tänzerin und Wissenschaftlerin und lebt in Berlin. Sie hat einen PhD in künstlerischer Forschung und absolvierte ihren M.A. in Solo/Dance/Authorship am HZT Berlin. Seit 2005 entwickelt sie eigene Choreografien, die sie unter anderem am Tanzquartier Wien, bei Tanz im August, bei der euro-scene Leipzig, dem iDANS Festival Istanbul, an der Fabrik Potsdam und beim Danspace Project NY präsentierte. Sie arbeitete u. a. mit Meg Stuart, Tino Seghal und Ivo Dimchev.

  • In einem nebligen Raum arbeiten mehrere Personen in weißen Schutzanzügen an Tischen. Die Szene wird von hängenden Neonröhren ausgeleuchtet, die eine dunstige Atmosphäre erzeugen.
    © Dieter Hartwig
  • Eine Gruppe von Personen in weißen Schutzanzügen und Haarnetzen baut an Tischen ein Rohrsystem aus PVC-Teilen zusammen. Im Vordergrund lehnt sich eine Person über einen Tisch und hält eine Anleitung, während zwei weitere Personen Bauteile vergleichen.
    © Dieter Hartwig
  • Durch die untere Ebene eines PVC-Rohrgestells hindurch blickt die Kamera auf zwei Personen in weißen Schutzanzügen, die sich über ihre Arbeit beugen und konzentriert an einem Bauteil arbeiten. Leichter Nebel erfüllt den Raum.
    © Dieter Hartwig
  • Eine Person mit langen Haaren steht mit Headset vor einem Monitor auf einem Stativ. Auf dem Bildschirm sind mehrere Kameravorschauen zu sehen, die Personen in Schutzanzügen bei einer Montagearbeit zeigen.
    © Dieter Hartwig
  • Eine große Gruppe von Personen in weißen Schutzanzügen bildet einen Kreis und hält sich an den Händen. In der Mitte des Kreises steht ein mehrstöckiges Gestell aus PVC-Rohren.
    © Dieter Hartwig
  • Ein Monitor zeigt zwei Kameraansichten derselben Szene: mehrere Personen in Schutzanzügen stehen zusammen und eine Person in der Mitte spricht gestikulierend.
    © Dieter Hartwig
  • Personen in weißen Schutzanzügen bauen an Tischen einzelne Module eines PVC-Gestells zusammen. Auf dem Boden stehen mehrere geöffnete Kartons mit Bauteilen.
    © Dieter Hartwig