Abhishek Thapar: Soft Pressure (Working Title) – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Abhishek Thapar: Soft Pressure (Working Title)
Wir betreten einen Massagesalon. Ritual, Duft und sanfte Gastfreundschaft versprechen Geborgenheit. Auf der Massageliege tragen uns vertraute Handgriffe, professionell und beruhigend…
Soft Pressure (Working Title) ist eine neue Arbeit des Theatermachers und Performers Abhishek Thapar über Arbeitsverhältnisse in der Wellness-Industrie. Basierend auf einer dreiwöchigen Recherchephase in Berliner Massagesalons und anhand von Interviews forscht Thapar nach der Infrastruktur unsichtbarer Arbeit. Geprägt von Migration und kolonialen Verhältnissen bestimmen diese Strukturen, wer dient und wer sich entspannt. Soft Pressure (Working Title) macht schließlich die Geschichten der Wellness-Arbeiter*innen in einer immersiven Installation erfahrbar und fragt, welchen Preis unsere Entspannung hat.
Thapar entwickelt recherchebasierte Performanceprojekte mit Menschen, die ihre alltäglichen Aktivitäten, ihren Beruf oder ihr Fachwissen einbringen.
Einfach gesagt
„Soft Pressure (Working Title)“ ist eine Installation von Abhishek Thapar über Arbeit in Massagesalons. Viele bleiben unsichtbar. Auch Strukturen aus Migration und kolonialer Geschichte entscheiden, wer arbeitet und wer sich entspannt. Man hört ihre Geschichten und fragt: Welchen Preis hat Entspannung?
Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).
Dauer
- ca. 20 Minuten ohne Pause
Sprache
- Englische Lautsprache
Licht
- Leicht gedämpfte Lichtstimmung, um der für einen Massagesalon typischen Beleuchtung nachzuempfinden. Sanfte Beleuchtung.
- Es gibt keine abrupten Lichtwechsel.
Sound
- Der eingesprochene Text ist über Kopfhörer zu hören, die zu Beginn der Performance an das Publikum verteilt werden
- Es können plötzliche Geräusche von der Massageliege auftreten
Sonstige Effekte
- Verwendung von Weihrauch
Publikum
- Das Publikum liegt während der Performance auf einer Massageliege. Eine angepasste Version der Performance, bei dem das Publikum nicht auf einer Liege liegt, ist möglich. Dabei berührt der Gast die Massageliege mit den Händen.
- Das Publikum wird gebeten, sich im Raum so zu bewegen, als befänden sie sich in einem Massagesalon.
-
Im Laufe der Performance wirken physische Reize auf den Körper des Publikums ein. Die Situation kann jederzeit verlassen werden. Davon wird folgenden Personen abgeraten: Schwangeren, Träger*innen von Implantaten, Personen mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Personen nach Operationen oder Verletzungen, Personen mit neurologischen Erkrankungen (z. B. akute Epilepsie, schweres Nervenleiden) sowie Personen mit akuten Entzündungen (z. B. Arthritis, Venenentzündungen, akute Bandscheibenvorfälle).
Trifft einer dieser Punkte auf euch zu, könnt ihr euch bei Ankunft an das Personal wenden. Eine alternative Version der Performance steht bereit.
Early Boarding
- Die Performance ist eine 1:1 Performance. Das Publikum entscheidet also selbst über das Tempo des Einlass.
Tickets
- Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
- Über den Online-Ticketshop
- An der Abendkasse
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.
Künstlerische Leitung: Abhishek Thapar
Creative Producer: Job Rietvelt
Sounddesign, Komposition: Andi Otto
Recherche: Marie Vassan
Dramaturgische Unterstützung: Maria Rößler
Design: Himanshi Parmar
Szenografie: Rhea Susan John
Eine Produktion von Abhishek Thapar in Koproduktion mit Sophiensæle und Theatre Groningen Development Trajectory (NL). Gefördert durch Culture Moves Europe, ein Projekt der Europäischen Union, umgesetzt durch das Goethe Institut. Mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft des Königreichs der Niederlande und mit Unterstützung von Kunstloc Brabant, Culture Action Europe und CultureAndHealth – kofinanziert durch die Europäische Union. Never Work – Internationales Performance-Festival ist ein Festival der Sophiensæle, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Die Sophiensæle werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Medienpartner: Berlin Art Link, Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Abhishek Thapar, Moga (IN)/Amsterdam (NL), arbeitet als unabhängiger Theater- und Performance-Macher, Darsteller, Lehrer und Künstler mit Wohnsitz in Amsterdam. Er ist künstlerischer Leiter von Afra Tafri Creations. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von zeitgenössischem Theater, sozialer Kunstpraxis und postkolonialen Epistemologien. Er arbeitet häufig mit Laiendarsteller*innen zusammen und schafft intime Porträts in immersiven Umgebungen und partizipativen Formaten. Seine Arbeiten haben eine soziale und politische Dimension und zeichnen sich durch einen dokumentarischen Ansatz aus.
Seine Werke wurden in mehr als 20 Ländern weltweit produziert und präsentiert. Ausgewählte Werke sind: My home at the Intersection (2017), Surpassing the Beeline (2018), Reverse Engineering (2019), The Art of Walking (2020), Cow is a Cow is a Cow (2021), White Money (2021), Goodbye Erdoğan (2022).
Sein neuestes Projekt Lacuna Kitchen (2025), das in Zusammenarbeit mit Küchenmitarbeitern entsteht, konzentriert sich auf unsichtbare Arbeit und ungehörte Geschichten aus der europäischen Gastronomie- und Hotelleriebranche. Lacuna Kitchen entfaltet sich in Länderkapiteln, beginnend mit dem deutschen Kapitel (2023), gefolgt vom niederländischen Kapitel (2025) und nun in der Entwicklung befindlich: dem französischen Kapitel (2027). Lacuna Kitchen ist Teil einer übergeordneten Forschungsfrage: Auf wessen Blut und Knochen ist diese Stadt erbaut?
Thapar hat ein Postgraduierten-Diplom in Physical Theatre von der London International School for Performing Arts (2010–2012) und einen Master-Abschluss in Theater vom DAS Theatre, Amsterdam (2015–2017).