Sophienstrasse 18
10178 Berlin-Mitte
Saison 24/25

Naoko Tanaka:
Milliarden Jahre Widerhall

hauptbild
Naoko Tanaka:
Milliarden Jahre Widerhall
Performance/Tanz/Installation/Medienkunst
auf Deutsch / wenig Sprache

Premiere 

Milliarden Jahre Widerhall ist eine performative Installation, die Vorstellungsräume öffnet und Fragen nach Verbundenheit und Entfremdung vom Menschen und seines Terrains aufwirft. Tanakas Auseinandersetzung damit begannen bei Recherchereisen in die kontaminierte Zone von Fukushima. Ein Ort, an dem die ambivalente Beziehung der Menschen zur Erde in einem katastrophalen Fall unterbrochen ist. Durch den radioaktiven Stoff fand eine fundamentale Umschichtung in der Erdkruste statt, die die Geschichte des Planeten umschrieb.

In einem Tage- und Skizzenbuch dokumentierte Tanaka ihre Begegnungen mit menschlichen sowie nichtmenschlichen Akteur*innen vor Ort. Hieraus entstand eine Reihe von interdisziplinären Arbeiten, die jetzt als Elemente einer performativen Ausstellung auf eine sinnliche Expedition in das Unmögliche einladen. Performance, Blei-Stop-Motion-Film, Zeichnung und Text, Lichtreflexionen, konzentrierte Bewegungen und ein reduzierter Aufbau werden von Tanaka in choreografische und architektonische Anordnungen gebracht. So entstehen kontemplative, sublime Kompositionen, welche die Dimensionalität unserer Wahrnehmung von Tiefe und Distanz verfremden und ausdehnen. 

Wenn aus den folgenden Informationen Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.comoder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).

Dauer

  • 30 Minuten
  • Nach der Performance kann das Publikum die Installation im Raum begehen.

Sprache

  • Deutsche Lautsprache
  • Deutsche Schriftsprache

Licht

  • Die Lichtsituation ist eher dunkel und schlicht gehalten ohne große Lichtwechsel.
  • An der linken Wand hängt ein sich langsam drehender Scheinwerfer(Rotator), der evtl. blenden kann.
  • Für 10 Minuten wird ein Video mit Stop-Motion-Sequenzen aus Bleistiftzeichnungen projiziert. Es handelt sich um abstrakte Zeichnungen, die sich bewegende Figuren abbilden.

Sound

  • Naoko erzeugt stellenweise Geräusche mit einer Schnur, die einen schrägen Sound entstehen lassen.
  • Während des Videos gibt es teilweise Sound. Dabei handelt es sich überwiegend um Naturgeräusche (Meeres- und Windrauschen, Wasser, Vögel, etc.).
  • Am Ende des Videos gibt es ein schrilles Geräusch.

Publikum

  • Für ein Publikum ab 12 Jahren geeignet
  • Es handelt sich um eine installative Performance. Die Performance startet zunächst frontal. Nach der ersten Hälfte kann sich das Publikum ähnlich wie in einer Ausstellung frei durch den Raum bewegen und die Installation (Objekte & Film) näher betrachten.
  • Das Publikum sitzt für die ersten 30 Minuten auf Hockern.
  • 2  Sitzsackplätze buchbar nach Verfügbarkeit
  • 2  Rollstuhlplätze buchbar nach Verfügbarkeit

Early Boarding
Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding.

Tickets

  • Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
  • Über den Online-Ticketshop
  • An der Abendkasse

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie außerdem hier.

Künstlerische Leitung, Installation, Video, Performance, Text Naoko Tanaka Performance-Assistenz Isabel Garcia Espino Dramaturgische Mitarbeit Dandan Liu Licht und Technik Felix Grimm Produktionsleitung Paula Häfele

Eine Produktion von Naoko Tanaka in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE und PACT Zollverein. Gefördert durch die Kunststiftung NRW. Medienpartner: taz.

NAOKO TANAKA studierte Bildende Kunst an der Hochschule der Künste Tokio und kam 1999 als Stipendiatin an die Kunstakademie Düsseldorf nach Deutschland. Seitdem entwickelt sie Performances und Installationen, die Choreografie und visuelle Kunst eng miteinander verbinden. Mit dem Künstler*innenkollektiv Ludica. und dem Choreografen Morgan Nardi wurde sie 2010 zur Tanzplattform Deutschland eingeladen. 2011 kreierte Naoko Tanaka ihr erstes Solostück Die Scheinwerferin, welches europaweit erfolgreich aufgeführt wurde. Das Stück erhielt den Prix Jardin d'Europe 2012 sowie den ZKB Anerkennungspreis beim Zürcher Theaterspektakel. 2012 wurde die Performance auch an den Sophiensælen gezeigt, gefolgt von der Premiere von Absolute Helligkeit im gleichen Jahr. Mit Unverinnerlicht (2015) schloss sie ihre Schattentrilogie ab, die 2017 komplett zu sehen war. Zuletzt zeigte Tanaka an den Sophiensælen die Arbeit Still Lives (2018). Sie realisiert hier sowohl die konzeptuelle, als auch die Raum- und Tongestaltung.

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    © Naoko Tanaka
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    © Naoko Tanaka
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    © Naoko Tanaka
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    © Elisa Berdica
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    © Anna Widercrantz
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    © Anna Widercrantz
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