Jule Flierl Time out of Joint

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    © Caroline Böttcher
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Tanz/Stimm-Performance
März 08 09 10 11 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal
15/10 €

Premiere 

Auf Englisch / Mehrsprachig

Time out of Joint ist ein groteskes Varieté über das Gesagte und das Unaussprechliche im Geschäft von Politikerinnen*. Die Performance zerlegt historische Sprechakte, verlagert rhetorische Virtuosität in den tanzenden Körper und choreografiert die Stimme als Kampfplatz um politische Repräsentation.

Auch das Zuhören ist nicht neutral oder objektiv. In der westlichen Politikgeschichte wird der weibliche Körper bis heute mit gefährlichen Tendenzen wie Regellosigkeit, Undicht-Sein und Irrationalität gleichgesetzt und als Bedrohung für die patriarchale Ordnung beargwöhnt (Anne Carson). Umso mehr gilt es, die Rednerinnen zu feiern, die sich nicht auf künstlich konstruierte Gegensätze zwischen Sprache und Stimme, Ordnung und Chaos, Zurückhaltung und Ausufern, männlich und weiblich oder Geist und Körper einließen und rhetorische Strategien entwickelten, die den binären Hörgewohnheiten trotzten. 

Mit behuften Fußtänzen vertiefen sich die Performer*innen in die Absurdität westlicher Politikgeschichte, sammeln Wort-Munition für die andauernden Kämpfe und trainieren den destabilisierenden Tonfall. Time out of Joint mobilisiert mit seinen rhythmischen Tänzen und geräuschhaft-musikalischen Ansprachen Rosa Luxemburgs „Taktik der Taktlosigkeit“ als choreografisches Prinzip. 

Jule Flierl will das Verhältnis zwischen Sehen und Hören ins Wanken bringen: Was man sieht, ist nicht immer das, was man hört, und was man hört, ist nicht immer das, was man sieht. Jule ist davon fasziniert, wie sich die Vorstellungen vom Körper Kontext-spezifisch verändern und dass die Stimme als Technologie des Selbst immer wieder neue Beziehungen zum Körper findet. Jule absolvierte SEAD-Salzburg, EXERCE Montpellier und studiert kontinuierlich die "Lichtenberger Methode". Als Tänzerin arbeitete Sie u.a. mit Meg Stuart, Tino Sehgal, Martin Nachbar, Gintersdorfer/Klassen und Anna Nowicka.

KONZEPT, CHOREOGRAFIE Jule Flierl CHOREOGRAFIE, PERFORMANCE Sonya Levin, Parvathi R., Maria Walser, Mariagiulia Serantoni DRAMATURGIE Luise Meier SOUND, RESEARCH Edka Jarząb Bühne Vera Pulido PRODUKTION Alexandra Wellensiek

Eine Produktion von Jule Flierl in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE, ICI—Centre chorégraphique national Montpellier Occitanie / Leitung Christian Rizzo im Rahmen des Residenz-Programmes accueil-studio (Montpellier), Maison de la culture d'Amiens (Amiens), Theater at CFB (Berlin). Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und Fonds Transfabrik, ein Deutsch-Französischer Fonds für die darstellenden Künste. Jule Flierl wird unterstützt im Programm apap – FEMINIST FUTURES kofinanziert durch das Creative Europe Programm der EU. Medienpartner: taz. 

Programm
Morgen | 20:00 Uhr
Olympia Bukkakis
replay
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Februar 02 03 04 | 20.00 Uhr
Februar 05 | 18.00 Uhr
Tickets
Drag/Musik/Tanz
Festsaal | 15/10 €

replay untersucht die formalen Beziehungen zwischen Bewegung und Sound in Pop, klassischer Musik, Oper und Drag. Zusammen mit zwei rebellischen Backup-Tänzer*innen und in Bezug zur eigenen Biografie stellt Olympia Bukkakis Fragen nach Klasse und kulturellen Hierarchien.

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Hausführung
Hausführung
Februar 03 | 17.00 Uhr
Tickets
gesamtes Haus | 5 €

Wenn Sie mehr über die wechselvolle Geschichte der Sophiensæle erfahren möchten, können Sie an dieser Führung teilnehmen.

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Cora Frost/Rudy van Dongen/Peter Frost & Friends
Insel der Orgeln
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Februar 11 | 20.00 Uhr
Februar 12 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

Insel der Orgeln ist ein Happening aus Tanz, Musik, Performance und Installation und sucht nach erlebten, verdrängten und erträumten Lebens- und Überlebenskonzepten. Auf der Insel tragen Reisende zum Vielklang der Orgeln schreckliche und verheißungsvolle Lebensgeschichten zusammen, um die Frage nach der heilenden Kraft der sozialen Wahlfamilie zu beschwören.

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Alexandre Achour, Angela Alves, Diana Anselmo, Saša Asentić, Marko Bašica, Rita Mazza, Auro Orso, Perel & Dalibor Šandor
Dis Contact
Februar 15 17 19 | 19.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Kontakthof von Pina Bausch gehört zu den bekanntesten Arbeiten zeitgenössischen Tanzes. 2018 fragte sich der Künstler Dalibor Šandor, warum Bausch eigentlich nie eine Version mit behinderten Künstler*innen machte. Dis Contact ist eine neue Arbeit von Künstler*innen aus Communities, die in der Welt, in der Kontakthof eine prominente Rolle einnimmt, systematisch unterdrückt werden.

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Eva Meyer-Keller
OUT OF MIND
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Februar 26 | 18.00 Uhr
Februar 27 28 | 20.00 Uhr
März 01 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

In OUT OF MIND entwickelt Eva Meyer-Keller gemeinsam mit ihren Komplizinnen choreografische Zugänge zu dem, was wir Bewusstsein und Erfahrung nennen. Sie nimmt neurowissenschaftliche Ansätze als Ausgangspunkt, um einen Tauchgang in ein glitschiges Terrain der Unsicherheiten zu unternehmen und macht den Theaterraum zum Versuchslabor, in dem auch mehr-als-menschliche Akteur*innen auf den Plan treten.

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Jule Flierl
Time out of Joint
Web2_Time.out.of.Joint_Derin Cankaya
März 08 09 10 11 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Time out of Joint ist ein groteskes Varieté politischer Reden und ein virtuos-kakophones Konzert feministischer Kämpfe des 20. Jahrhunderts. Im Modus der Taktik der Taktlosigkeit werden Äußerungen historisch einflussreicher Rednerinnen zerlegt, verzerrt und neu komponiert. Tanzende Körper erforschen rhetorische Strategien als Fragen rhythmischer (Neu-)Ordnung und machen die Stimme als Kampfplatz um politische Repräsentation hörbar.

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Ist die deutsche Theaterwissenschaft (post)kolonial?
Titel Theaterwissenschaft Postkolonial
März 11 | 18.00 Uhr
Kantine | Eintritt frei

Was bedeutet die Forderung nach einer „Dekolonisierung der Universität“ für die deutschsprachige Theaterwissenschaft? Wie könnte eine post- oder dekoloniale Theaterwissenschaft in Forschung und Lehre aussehen? Zusammen mit Beitragenden aus dem Sammelband „Theaterwissenschaft postkolonial/dekolonial“ wollen die Herausgeberinnen Azadeh Sharifi und Lisa Skwirblies diesen Fragen nachgehen. 

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Vanessa Stern & Team
ToFuR® – Theater ohne Furcht und Reichweite
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März 16 18 | 20.00 Uhr
März 19 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

Vanessa Stern hat sich vergaloppiert. Todesmutig rief sie: soziale Medien, ihr seid mein Feind! und gründete eine Ritterinnenschaft (samt possierlicher Ponys), um in den Kampf zu ziehen gegen die dunklen Mächte von Reichweite und Aufmerksamkeit. Theater ohne Clicks und Shares und Likes! Seien Sie dabei, wenn keiner uns folgt! Eine andere Welt ist täglich.

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Claire Vivianne Sobottke
à mort – Ein choreografischer Liederzyklus für drei Stimmen
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März 22 23 24 25 | 19.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

à mort ist eine performativ-musikalische Auseinandersetzung mit Prozessen der Dominanz, des Sterbens und Tötens. In einer vom Memento Mori inspirierten Installation aus natürlichen und künstlichen Materialien entstehen exzessive Szenen der Zerstörung. Die weibliche Stimme tritt in einer sterbenden Welt als kraftvolle physische Präsenz hervor und stellt das groteske, menschliche Dominazbegehren in Frage.

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Hendrik Quast
Spill your guts
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März 31 | 19.00 Uhr
April 01 | 19.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 15/10 €

Für sein Projekt lernt Hendrik Quast die Kunst des Bauchredens, um sich der chronisch entzündlichen Darmkrankheit Colitis ulcerosa künstlerisch anzunähern. Im Gespräch mit der Krankheit entstehen neue Sprechweisen und Bilder von chronischer Krankheit, die für das kranke und gesunde Publikum ungewöhnliche Humorräume öffnen.

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Specials
Festival
Tanztage Berlin 2023
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© Jan Grygoriew

JANUAR 05 – 21

Hey, warum siehst du so müde aus? Die „Dringlichkeitskultur" erwartet von uns, dass wir ständig vernetzt und reaktionsfähig sind. Es bleibt wenig bis gar keine Zeit, sich die Welt anders vorzustellen. Die Tanztage Berlin – ein jährliches Festival, das die Arbeit des Tanznachwuchs der Stadt in den Mittelpunkt stellt – sind zurück, um die Gegenwart zu diagnostizieren und die Zukunft vorherzusagen. Die 32. Ausgabe der Tanztage Berlin untersucht unsere tägliche Reizüberflutung und chronische Müdigkeit, indem sie darüber nachdenkt, wie wir uns dem Rhythmus der gegenwärtigen, von sozialen Medien geprägten Highspeed-Realität anpassen und uns durch ihre Herausforderungen navigieren.

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News
Neue künstlerische Leitung ab der Spielzeit 2023/24 steht fest
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© Sarah Böhmer

Die SOPHIENSÆLE freuen sich, ihr neues Leitungsteam ab der Spielzeit 2023/24 vorstellen zu können. Für die Künstlerische Leitung konnten Jens Hillje und Andrea Niederbuchner gewonnen werden. Als Kaufmännische Leitung bleibt Kerstin Müller dem Haus weiterhin erhalten. Gemeinsam werden Jens Hillje, Andrea Niederbuchner und Kerstin Müller die SOPHIENSÆLE ab dem 1. Juli 2023 als geschäftsführendes Team leiten.

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