Isabelle Schad / Laurent Goldring

Unturtled

?Unturtled? hieße, der Schildkröte den Panzer abzunehmen. Entschälen und schauen, was darunter liegt. Das Stück von Isabelle Schad und Laurent Goldring aber verweigert den Einblick unter die Hülle. Im Gegenteil: Der Körper verschwindet fast gänzlich im ?bewegten Beiwerk? und stellt doch buchstäblich seine Regungen als Stofflichkeit aus. Fast scheint es, als verändere sich die Kleidung völlig autark: in den Dehnungen und Schrumpfungen, Blähungen und Engungen, welche die Plusterungen der Bluse hervorbringen und die dem Körper seine eigenen Bewegungsimpulse vermeintlich abgenommen haben.
?Unturtled? wickelt den Körper eben nicht aus, sondern initiiert ein Verwirrspiel um die Frage, wo Bewegung ihren Anfang nimmt und entkoppelt diese tendenziell von einem kontrollierenden Subjekt. Das zusehende Auge imaginiert die Körperteile, die für die jeweiligen Sequenzen womöglich gerade ?verantwortlich? sind und wird doch in die Irre geleitet. Der Körper gibt sich als ein imaginärer, bis auf Beine und Haupt wird er unsichtbar unter seiner Hülle und lässt nur Vermutungen über seine Erscheinungsweisen zu. (Susanne Foellmer)

Juni 5) INTERVIEW #3 mit Waffeln
Isabelle Schad und Laurent Goldring im Gespräch mit Susanne Foellmer und dem Publikum im Anschluss an die Vorstellung

Choreografie: Isabelle Schad & Laurent Goldring
Licht und Ton: Bruno Pocheron

Eine Produktion von Isabelle Schad in Kooperation mit CCN Tours, Espace Pasolini ? Théâtre International, TanzWerkstatt und Sophiensaele.
Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin ? Senatskanzlei ? Kulturelle Angelegenheiten und des Fonds Darstellende Künste e.V.

Foto © Schad / Goldring

Aufführungen

2009 Juni 3)(4)(5*)(6 19:30 Uhr


ORT
Festsaal
















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