Kiezkantine VIII

Kiez und Kunst in der Kantine: Rund um die Sophiensæle finden sich auch abseits der Mitte-Klischees lebendige Strukturen, soziales Engagement und vielfältige persönliche Geschichten. Alle zwei Monate öffnen wir die Kantine für den Kiez und laden bei gemeinsam zubereiteter Suppe zu einem Kennenlernen der Nachbarschaft, der Künstler_innen und des Publikums der Sophiensæle ein. Jede Ausgabe wird von einem Thema gerahmt – im September: KiezFrauen!

 

GÄSTE

 

Die im Kiez lebende Malerin Irena Melitta Eichler hat sich ganz den Königinnen verschrieben: den klassischen aus den großen und kleinen Königshäusern, aber auch den nicht-blaublütigen Filmdiven und Kunst-Ikonen. Kunstferne kennen ihre Gemälde vielleicht noch von den Wänden des Café ici in der Auguststraße, das lange von ihr betrieben wurde. Kunstinteressierte können den MelittaGuide buchen und werden so von Irena Melitta durch aktuelle Ausstellungen und Archive geführt; für größere Gruppen können diese Touren auch ganz Mitte umfassen. irena-melitta.de

 

Marion Kiesow tanzte 2005 das erste Mal bei Clärchen, war sofort Feuer und Flamme und begann die Geschichte des Hauses zu recherchieren. Und zwar so gründlich, dass sie 2013, pünktlich zum 100jährigen Jubiläum, das umfangreiche Buch Berlin tanzt in Clärchens Ballhaus vorlegen konnte. Momentan arbeitet sie an einem Buch zur Auguststraße und bietet jeden Sonntag Führungen durch ihr liebstes Ballhaus an.  In der KiezKantine legt sie nun besonderes Augenmerk auf die Ballhausgründerin Clärchen und ihre Nachfolgerin Elfriede. 

 

In der Oranienburger Straße befinden sich seit 2011 die Räumlichkeiten der Redaktion des Missy Magazines, ein feministisches Magazin für Popkultur, Politik und Style. Die Themen reichen von Musik über Sexarbeit bis hin zu Gleichberichtigung und Schönheitsvielfalt. Redakteurin Anna Mayrhauser stellt bei der KiezKantine die Arbeit des Magazines vor. missy-magazine.de

 

Peter Frost ist weitgereist. Er zog durch ganz Brasilien. Lebte mit Transvestiten aus Peru. Kam in den Knast. In Rom modelte er für Gianni Versace und hatte eine Affäre mit Helmut Berger. Heute berichtet er von vergessenen Matriarchaten Berlins und der Welt. Müde vom Patriarchat und der Leere, die es gebracht hat, begab er sich als viriler und dennoch offener Mann in die Welt der Matriarchistas – bewaffnet nur mit seinem Charme und seiner Hingabe. Nun ist er zurück. Ein Mann auf dem Weg ins Matriarchat. Mögen ihm viele nachfolgen.

 

GABI ZEKINA ist Mitgründerin der feministischen lila offensive (1989) und war politisch aktiv für den Unabhängigen Frauenverband am Runden Tisch Ost Berlin, sowie ein Jahr lang in der Stadtverordnetenversammlung Ost Berlin 1990/1991. 1992 war sie Mitgründerin der Frauenkreise und ist seitdem bei diesen tätig – seit vielen Jahren in der Projektleitung und als Geschäftsführerin. Die Feministin möchte den Weg ebnen für respektvolle Begegnung, Verbundenheit und Selbstermächtigung. In der KiezKantine berichtet sie von 28 Jahren Aktivismus. www.frauenkreise-berlin.de

 





Salon


Aufführungen

2017
september
27 
19:00 UHR


ORT
Kantine




Auf Deutsch - in German















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