Kiezkantine V

Kiez und Kunst in der Kantine: Rund um die Sophiensæle finden sich auch abseits der Mitte-Klischees lebendige Strukturen, soziales Engagement und vielfältige persönliche Geschichten. Alle zwei Monate öffnen wir die Kantine für den Kiez und laden bei gemeinsam zubereiteter Suppe zu einem Kennenlernen der Nachbarschaft, der Künstler_innen und des Publikums der Sophiensæle ein. Jede Ausgabe wird von einem Thema gerahmt - im Dezember: Recht + Unrecht.

 

Die Sophiensäle haben an diesem Abend Anker in ihrer Straße geworfen, und auf dem Nachhauseweg denkt man, wie gern man so eine Veranstaltung auch in der eigenen Nachbarschaft hätte. Das hat Vorbildcharakter!

(Susanne Lenz, Berliner Zeitung vom 27.11.2015)

 

GÄSTE 

 

CLAUDIA VON GÉLIEU spürt seit drei Jahrzehnten als Miss Marples Schwester Frauengeschichte vor Ort auf. Ihre Entdeckungen vermittelt sie bei Frauentouren, in Büchern, Ausstellungen, Vorträgen und Inszenierungen. Alias Clara Zetkin erzählt sie, wie Frauen ihr Recht zu wählen durchsetzten, und wirbt wie beim KPD-Parteitag 1920 in den Sophiensælen für ihre basisdemokratische Idee der Hausfrauenräte.

 

ELISABETH LINDIG ist Darstellerin in der freien Theaterszene und arbeitet momentan mit Interrobang an den Sophiensælen. Die Performancegruppe entwickelt neue partizipative Theaterformate zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen. In ihrem aktuellen Projekt Der Prozess 2.0 ließen sie sich von Franz Kafka inspirieren, um das Publikum in ein Schuldlabyrinth zu schicken.

 

ANDREAS ULRICH arbeitet seit Jahren als Reporter, Redakteur und Moderator vor allem für das rbb-Fernsehen, radioeins und Deutschlandradio Kultur. Mit „Torstraße 94“ schrieb er ein Buch über das Haus seiner Kindheit und entdeckte dabei die Geschichte von Walter Pannewitz. Dieser war der Kopf jener legendären Geldschrankknackerbande, die 1951 die größte Beute der DDR-Geschichte ergaunerte.

 

MARKUS ULRICH ist Pressesprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) und leitet das Hauptstadtbüro des Bürgerrechtsverbands in Berlin-Mitte. Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – dafür engagiert sich der LSVD seit mehr als 26 Jahren. Denn eine demokratische Gesellschaft muss es allen ermöglichen, jederzeit, an jedem Ort ohne Angst verschieden zu sein.

 

JUTTA WEITZ arbeitete über viele Jahre bei der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte und war dort in den 90ern unter anderem in der Gewerberaumabteilung zuständig. In Zeiten ungeklärter Eigentumsrechte, half sie Kulturschaffenden Räume zu gestalten, die den Ruf Berlins als Zentrum der Subkultur begründeten. Ohne sie würde es die Sophiensæle vielleicht nicht geben und im Gebäude der heutigen KunstWerke wäre ein Fitnessstudio eingezogen.



Foto © Arne Schmitt



Kieztreff


Aufführungen

2016
dezember
13 
19:00 UHR


ORT
Kantine




Auf Deutsch - in German















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