Der innere Innenminister ? Hörspiel von Bernadette La Hengst und Till Müller-Klug

3 bis 5 Prozent der Deutschen hören Stimmen. Das kann beängstigend sein oder auch tröstlich. Die Musikerin Bernadette La Hengst hört eine ganz bestimmte Stimme: die des deutschen Innenministers. Und das ist ziemlich anstrengend. Der innere Innenminister mischt sich beim Musikmachen ein, zettelt verfängliche Tischgespräche an und will politische Einsichten über die ?linke Bewegung? gewinnen. Freiheit durch oder ganz ohne Sicherheit? Den obersten Schirmherrn der inneren Sicherheit im Kopf zu haben ? da kann man ganz schön unsicher werden. Ist der Innenminister eine paranoide Halluzination oder testet er die Überwachungstechnologien von übermorgen? Ist es Zufall, dass er ausgerechnet im Kopf der politisch engagierten Musikerin auftaucht, oder will er vom Gegner lernen?
Die Kunstfigur des inneren Innenministers ist zu 100 Prozent aus O-Tönen des aktuellen Amtsinhabers zusammengesetzt. Offizielle Verlautbarungen und politische Programmatiken werden zum künstlerischen Rohstoff. Im Dialog mit Bernadette La Hengst entzündet sich eine Diskussion, die bisher in keiner Talkshow Platz hatte. Eine rasante Verfolgungsjagd in den Zwischenräumen von Fiktion und sicherheitspolitischer Realität.

Im Anschluss an die Hörspielpräsentation legt Bernadette La Hengst gemeinsam mit Freedarich (Mittekill) ein paar Platten auf.

Mit Claudia Wiedemer, Cornelius Schwalm, Malika Ziouech, Henrik Kuhlmann, Frank Willmann, Anne Hahn, Britta Steffenhagen

Text und Realisation: Till Müller-Klug und Bernadette La Hengst

Dank an Nina Tecklenburg, Urs Verweyen und die Filmstiftung Nordrhein Westfalen.

Das Konzept einer Theaterversion des "Inneren Innenministers" hat den Bremer Autoren- und Produzentenpreis 2008 erhalten und wird im Frühjahr 2009 in den Sophiensaeln realisiert.

Foto © La Hengst/ Müller-Klug

Aufführungen

2009 Februar 11) 21 Uhr


ORT
Virchowsaal
















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