KÜNSTLER_INNEN + GRUPPEN

Aktuell

Laurie Young

Die Kanadierin LAURIE YOUNG war von 1992 bis 1996 Mitglied des kanadischen Forschungslabor für Tanz „Le Groupe Dance Lab“. 1996 zog sie nach Berlin, wirkte bei Sasha Waltz‘ Allee der Kosmonauten mit und arbeitet seitdem zunächst als Ensemblemitglied, später als Gast mit der Compagnie zusammen. Von 2000-2003 war Young Ensemblemitglied der Schaubühne am Lehniner Platz. International tanzte sie für Choreograf_innen wie Meg Stuart, Constanza Macras, Benoit Lachambre, Emio Grecco, Eszter Salomon, Animal Farm Collective, Grayson Millwood und Nasser Martin-Gousset. Zu ihren Arbeiten zählen das Solo Brand New Bag und OmU. 2007 war Laurie Artist-in-Residence in der fabrik Potsdam, 2009 gründete sie mit Panagiota Kallimanis und Philipe Loureco das Kollektiv The Plant, das ortsspezifische Installationen entwickelt. Darüber hinaus arbeitete sie mit Filmemacher_innen, Bühenbildner_innen; Videokünstler_innen u.a. zusammen. Ihr Solo Natural Habitat wurde 2011 im Naturkundemuseum Berlin uraufgeführt. Ihr choreografisches Gemeinschaftsprojekt mit Janet Cardiff und George Burres Miller Alter Bahnhof Video Walk war 2012 auf der Documenta (13) in Kassel zu sehen. In den Sophiensælen zeigte sie 2014/15 ihre Arbeit How is now gemeinsam mit Johannes Malfatti. Im November 2015 premierte sie mit Korinna und Jörg - Erinnerungen an 25 Jahre Tanz in Berlin.

Lea Martini + Co.

Lea Martini, Choreografin und Tänzerin, lebt in Berlin. Studierte zeitgenössischen Tanz und Choreografie am Artez (NL) und an der School for New Dance Development (NL). Ihre meist in kollektiven Strukturen erarbeiteten Stücke sind Einladungen an das Publikum, der Aufführung als einem Ort der Kontemplation und körperlichen Empathie zu begegnen. Sie gehen der Frage nach, wie man sich gesellschaftspolitischen Themen körperlich annähern und neue Perspektiven darauf durch Momente gemeinsamen Verweilens und Erfahrens teilen kann. Lea ist Teil des Performancekollektivs White Horse, deren Stück Trip zu Massenfanatismus und Revolutionssehnsucht u.a. zum Repertoire der Dansgroup Amsterdam gehört. Zusammen mit Anja Müller und Dennis Deter entwickelte Lea unter dem Namen Deter/Müller/Martini eine Performance-Trilogie zum Verhältnis von Körpern und Massenmedien. Ihre Performance all is crackle wurde 2015 im Rahmen des EVERY STEP YOU TAKE Festivals in den Sophiensælen gezeigt. Weitere choreografische Arbeiten u.a. mit Noha Ramadan (Deeply Really Truly 2013), Hilde Elbers (The Animated 2014) und Marcel Schwald (Host Club 2013/14). Aktuell bereitet Lea die genreübergreifende Performance Tanzplage Berlin in den Sophiensælen vor.

Lea Moro

LEA MORO studierte an der Scuola Teatro Dimitri (CH), dem LABAN Centre in London und dem HZT Berlin. Ihre Solo-Performance Le Sacre du Printemps, a ballet for a single body (2013/14) wurde unter anderem am HAU Hebbel am Ufer, während der Tanztage Berlin 2015 und des Festivals Zürich Tanzt sowie in der Dampfzentrale Bern gezeigt. 2015/16 ist sie Residenzchoreografin bei K3 Tanzplan Hamburg. 2015 erhielt sie das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin, 2014 das DanceWEB Stipendium und wurde durch das PAP-Mentoring Programm Berlin unterstützt. Sie ist Mitgründerin des Acker´Festivals Berlin und Residenzkuratorin von Schloss Bröllin. Ihr Gruppenstück (b)reaching stillness feierte im Juni 2015 in den Sophiensælen Premiere und wurde zur Tanzplattform Deutschland 2016 eingeladen. In der Jahresausgabe 2015 der tanz gilt sie als Hoffnungsträgerin.

 

www.leamoro.com

Lovefuckers

LOVEFUCKERS sind seit 2009 auf der Spur von Grenzgänger_innen, Outlaws und Revolutionen. Sie mischen Pop mit Puppen, Performance und Projektionen. Ihre erste Show Pieps! Du kleiner Vogel über Serienmörder erhielt 2010 den Jury-Preis beim 100°-Festival in Berlin. Es folgten die Produktionen King Of The Kings (2011), Fixen - Die Ballade von der medialen Abhängigkeit (2012) und die Videoinstallation Schwere Jungs (2014), SPAM (2015). Lovefuckers verfolgen ein einfaches Ziel: Sie suchen auch im Abgrund, wo alles krankt, noch nach Liebe, um dem ganzen Dreck ein bisschen Glanz zu verleihen. Im Mai 2016 premieren sie mit Silver Sex in den Sophiensælen.

 

Luise Voigt

LUISE VOIGT studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen, unter anderem bei Heiner Goebbels und Laurent Chétouane. 2005 erhielt sie den Weimarer Hörspielpreis für ihr Erstlingswerk Weltall-Erde-Mensch. 2009 wurde sie Stipendiatin an der Akademie der Künste Berlin und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe sowie der Jungen Ensemble Modern Akademie in eigener Regie die Musiktheaterperformance an meiner statt. Im selben Jahr arbeitete sie als Regieassistentin und Videokünstlerin bei Heiner Goebbels für das szenische Konzert Industry & Idleness mit dem Collegium Novum am Schauspielhaus Zürich. 2011 wurde ihre Diplominszenierung Exit Lear für das Nachwuchsfestival Treibstoff in Basel ausgewählt.  An den Sophiensælen eröffnete sie 2012 das Freischwimmer-Festival mit Ausbrennen – Songs von der Selbstverwertung oder Melodien für den Feierabend.  Mit der Gruppe HuRRa! verwirklicht sie Theater- und Hörspielprojekte (u.a. The Black Hole Theatre 2014). Für das Staatstheater Oldenburg entwickelte sie 2015 Krieg der Welten.


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