KÜNSTLER_INNEN + GRUPPEN

Aktuell

Sebastian Matthias

Sebastian Matthias studierte bis 2004 an der Juilliard School in New York und tanzte anschließend am Nürnberger Staatstheater und bei Hubbard Street Dance Chicago, USA. Nach Deutschland zurückgekehrt, studierte er an der FU Berlin Tanzwissenschaft (MA,  2010) und beschäftigte sich gemeinsam mit Karin Hermes mit dem Tanzrepertoire des 20. Jahrhunderts. Ausgehend vom Bauhaus beginnt die Beschäftigung mit Bewegungs- qualitäten, welche seine choreografische Arbeit bis heute prägt. 2009 war er Artist‐in-Residence im Rahmen von Pépinières européennes pour jeunes artists am LADMMI, Montréal und 2010 Residenzchoreograf am K3 | Tanzplan Hamburg. Seine Arbeit Tremor wurde mit dem Jurypreis der Sophiensæle beim 100° Festival 2011 ausgezeichnet und zur Tanzplattform Deutschland 2012 und ImPulsTanz eingeladen. Weitere Stückentwicklungen erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Theater Vorpommern (Nordische Weise, 2011),  dem NDR – das neue Werk und dem Ensemble Resonanz (Dezett, 2011). Seit März 2012 vertieft er seinen Ansatz zur künstlerischen Forschung mit einem Doktoranden-Stipendium am Graduiertenkolleg Versammlung und Teilhabe und weitet ihn auf partizipative Prozesse aus. An den Sophiensaelen zeigte er außerdem Wallen (2012) Danserey (2013), Synekism/Groove Space (2014).

Simone Dede Ayivi

Simone Dede Ayivi wurde in Hanau am Main geboren. Nach ihrem Kulturwissenschaftsstudium in Hildesheim inszenierte sie am postmigrantischen Theater Ballhaus Naunynstraße. Dort arbeitete sie mit Schauspieler_innen of Color gegen Rollenbilder und Zuschreibungen an, mit denen sie im Alltag und am Theater konfrontiert sind. 2012 entwickelte sie die Performance Krieg der Hörnchen, in der sie die Verdrängung unseres Eichhörnchens durch das nordamerikanische Grauhörnchen in Bezug zur Migrationsdebatte, der Diskussion um Rassismus am Theater und ihrer eigenen afrodeutschen Biografie setzt. Ihre Arbeit Performing Back – eine zukünftige Erinnerungsperformance zur deutschen Kolonialgeschichte hatte im September 2014 an den Sophiensælen Premiere.

Social Muscle Club

Der SOCIAL MUSCLE CLUB ist eine offene Einladung für eine sich stets entwickelnde Übung zur Stärkung unserer sozialen Muskeln. Der Club wurde 2012 initiiert als Reaktion auf persönliche Krisen und inspiriert von Menschen in Scheffield, einer Dokumentation über einen Arbeiter-Club, der seinen Mitgliedern Unterhaltung sowie finanzielle Versicherung ermöglichte. Jill Emerson, Jared Gradinger, Till Rothmund und Rahel Savoldelli haben einmal im Monat in ihrem Wohnzimmer geübt und entwickelten performative Methoden, um ihre eigene Ängste herauszufordern. Die Frage war und ist: Wie kann die Arbeit an sich selbst die Nachbarschaft, die Stadt, die Welt verändern? Der Social Muscle Club lädt seit 2012 mehrmals im Jahr zu seiner Tauschbörse in die Sophiensæle ein.


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