Georg Nussbaumer + Solistenensemble Kaleidoskop

Ringlandschaft mit Bierstrom

Ein Wagner-Areal

EINE TOUR DE FORCE DURCH WAGNERS RING DES NIBELUNGEN: GEORG NUSSBAUMER FORMT MIT DEM SOLISTENENSEMBLE KALEIDOSKOP IN EINER ZEICHENHAFTEN BÜHNENINSTALLATION EIN ÜBERDIMENSIONALES KLANGGEBILDE  - EINE RAUSCHHAFTE RINGLANDSCHAFT.

 

Der Komponist und Installationskünstler Georg Nussbaumer formt den Ring des Nibelungen neu – aus Wagners eigenem Notenmaterial. Entkleidet von Gesang, Text und Darstellung wird die Partitur neu gelesen und in eine fast 16-stündige tour de force für elektronisch erweiterte Streichinstrumente verwandelt.

 

Den Ring des Nibelungen, ehrfurchtgebietendes und visionäres Opern-Massiv des nach wie vor umstrittenen Meisters kennt man. Der Ring ist Allgemeingut, jeder hat Bilder und Klänge im Kopf, Ungefähres. Ringlandschaft mit Bierstrom will diese losen Vermutungen, Klischees und Musiksplitter evozieren und fortspinnen und setzt damit weit hinter der Frage an, wie und ob Wagner inszeniert werden kann, indem es das Meisterwerk völlig auflöst, auch die Musik. Der Orchesterpart - die psychologische Parallelaktion, die alles sagt bei Wagner - wird zum Material, das instrumental neu gelesen wird - von vorne bis hinten. Aus der Tetralogie entsteht ein neues, ebenso überdimensionales Klanggebilde, das durch eine zeichenhafte Bühneninstallation, die auf elementare Vorgänge im „Ring“ verweist, mäandert. Wagners Musik schimmert durch, Motive treiben vorbei, klären sich zum deutlichen Zitat auf, das wieder in wuchernden Klängen versenkt wird. Videosequenzen zitieren Wagners Landschaften herbei, Nebel. Dämmern mit Bier. Wir befinden uns in einer (nach-) klingenden Ringlandschaft - weit hinter Wagners Schlussakkord. Spuren und Sedimente, Vermutungen und Einbildungen.

 

Die Eintrittskarte berechtigt stündlich zu einer Flasche Bier: Der „Vergessenstrank“ des wie ein stummer Chor durch den Nebelsee zwischen den erhöhten MusikerInnen wandelnden Publikums begünstigt eine dumpf-dämmrige Stimmung im gemeinsamen Ringen der MusikerInnen und des Publikums mit der Erschöpfung.



KOMPOSITION, INSZENIERUNG Georg Nussbaumer MUSIK, PERFORMANCE Solistenensemble Kaleidoskop AUDIO PROCESSING Robert Schwarz PRODUKTIONSLEITUNG ehrliche arbeit – freies Kulturbüro TECHNISCHE LEITUNG Klangbild

 

Eine Produktion von Georg Nussbaumer und Solistenensemble Kaleidoskop. In Zusammenarbeit mit Kulturbüro Sophien, SWR und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und dem Bundesministerium für Kunst, Unterricht und Kultur, Österreich. Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

 

Fotos © Volker Hormann



      

Aufführungen

2013
oktober
10 
10:00-02:00 UHR

12 
14:00-06:00 UHR


ORT
St. Johannes-Evangelist-Kirche, Auguststr. 90, 10117 Berlin




Suitable for Non-German Speakers















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